Anton Mayr wird die Verdienstmedaille des Landkreises verliehen

Landrat Dr. Klaus Metzger verlieh Anton Mayr die Verdienstmedaille des Landkreises, da Mayr sich seit über 35 Jahre ehrenamtlich in der regionalen Heimatforschung (Landkreise Dachau und Aichach-Friedberg) engagiert hat.

Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Ingrid Brummer): Landrat Dr. Klaus Metzger zusammen mit Anton Mayr.

Landrat Dr. Klaus Metzger verlieh Anton Mayr die Verdienstmedaille des Landkreises, da Mayr sich seit über 35 Jahre ehrenamtlich in der regionalen Heimatforschung (Landkreise Dachau und Aichach-Friedberg) engagiert hat.

1984, als er sich für die Geschichte der eigenen Familie interessierte, kam er als Autodidakt zur historischen Forschung. Seit 1989 ist er Mitglied beim Heimatverein Aichach. Als aktives Mitglied des Geschichtsstammtisches hat er dort vielfach bei Vorträgen seine Forschungsergebnisse vorgestellt. Wichtig war ihm immer seine Erfahrungen und sein Wissen an Nachwuchsforscher weiterzugeben. Hierzu dienen seine beiden Veröffentlichungen: „Einführung in die Staatsarchivforschung“ (Grundlagen zur Familienforschung), und „Einführung in die Kirchenbuchforschung“ (Grundlagen der Familienforschung). Hierzu war er auch als Referent bei der Volkshochschule in Aichach und Jahre später als Mitarbeiter bei der Kursreihe „HeimatXpert“, die vom Wittelsbacher Land Verein organisiert wurde, tätig. 

Mayr ist seit Jahrzehnten eine nicht wegzudenkende Säule der Familien- und Heimatforschung im weiten Umkreis um seinen Geburtsort Altomünster. Schon mit seiner 1999 vorgelegten Studie „Altoland“ setzte er den Menschen dieses Raumes ein beeindruckendes Denkmal. Schon damals zeugte der Umfang des Buches mit 656 Seiten von der Fülle von Informationen, die dazu beitragen sollen – so eine wesentliche Intention des Autors „dass unsere Vorfahren nicht in Vergessenheit geraten“. 2004 legte er mit einem weiteren Autor das Heimatbuch „Arnbach“ (Landkreis Dachau) mit 472 Seiten vor.

Mayr kann diese Ergebnisse nur durch seine jahrzehntelangen Archivforschungen erzielen. Welche fachliche Kompetenz, Hartnäckigkeit und Ausdauer damit verbunden war, ist nur schwerlich vorstellbar. Ein Höhepunkt seiner Forschertätigkeit ist das im Sommer 2018 vorgelegte Heimatbuch „Oberschneitbach“. Damit hat er viel mehr als eine Ortschronik des Dorfes Oberschneitbach geschaffen.

Als zuverlässiger Mitarbeiter des Aichacher Heimatblattes ist er seit 1984 tätig. Nicht nur dort erschienen zahlreiche Aufsätze aus seiner Feder, sondern auch in anderen Zeitschriften wie der „Amperland“.

Ebenso war er Mitautor beim Heimatbuch „Sielenbach – Geschichte und Gegenwart“ (Hg. Liebhart/Ritter). Das Heimatbuch „(Ober- und Unter-) Mauerbach“, welches er gemeinsam mit Franz Friedl herausgibt, wird Ende des Jahres veröffentlicht. Weiter arbeitet er aktuell an einer Untersuchung über Heiratsgewohnheiten und Heiratsbräuche im Zeitraum 1650 – 1939, welche er bis zum Herbst abschließen möchte.