Beratungsbüro der Seniorenberatung in Friedberg zieht um

Neues Büro bei der KFZ-Zulassungsstelle in Friedberg, Ludwigstraße 39

Seit gut 20 Jahren ist die Seniorenberatung, auch bekannt als Fachstelle für pflegende Angehörige, im Landkreis Aichach-Friedberg tätig. Neben einem Büro im Landratsamt gibt es von Beginn an Außenstellen in Friedberg und Mering.

Bisher war die Friedberger Außenstelle beim Jugendamt in der Konradinstraße angesiedelt. Da die Räumlichkeit vom Jugendamt selbst benötigt wird, ist Johanna Möst, die Beraterin für den Raum Friedberg, in die Ludwigstraße 39, dort ist auch die KFZ-Zulassungsstelle, umgezogen.

Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, sei es der Ehepartner, die Eltern oder sonstige Verwandte, erhalten die Ratsuchenden bei der Seniorenberatung eine umfassende Pflegeberatung. Auch Senioren selbst suchen die Beratungsstelle auf, um sich bei zunehmender Hilfsbedürftigkeit über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. „Die Anliegen sind sehr unterschiedlich, berichtet Johanna Möst, „jedes Gespräch ist sehr individuell auf die jeweilige Familiensituation ausgerichtet “. Ursachen für eine Hilfsbedürftigkeit können z.B. Mobilitätseinschränkungen infolge eines Sturzes oder Schlaganfalls oder eine beginnende Demenz sein.

Die meisten Pflegebedürftigen möchten auch mit körperlichen Beeinträchtigungen weiterhin in der eigenen Wohnung leben. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, wird von Familienangehörigen meist sehr viel Unterstützung geleistet. In einer Beratung können dann verschiedene Entlastungsmöglichkeiten erörtert werden. „Es wird besonderer Wert auf Neutralität gelegt“, sagt Johanna Möst, „die endgültige Entscheidung für eine Versorgungsform bleibt immer den betroffenen Familien selbst überlassen“. Zudem können sozialrechtliche Fragen geklärt werden. Da die Pflegeversicherung sehr differenziert  und für den Laien meist schwer zu durchschauen ist, übernimmt die Beratungsstelle eine Art Lotsenfunktion bei den verschiedenen gesetzlichen Regelungen.

Eine besondere Herausforderung in der häuslichen Versorgung sind Pflegebedürftige mit demenziellen Erkrankungen. Je weiter das Krankheitsbild fortschreitet, umso belastender wird es für Angehörige, die eine Betreuung häufig rund um die Uhr meistern müssen. Nicht selten werden für die Pflege die eigenen Lebensbereiche vollkommen aufgegeben. „Auch das Wohl des Angehörigen darf nicht vernachlässigt werden“, meint die Beraterin. Durch psychosoziale Beratung, begleitende Unterstützung und das Aufzeigen von Entlastungsmöglichkeiten für die pflegenden Angehörigen möchte die Fachstelle verhindern, dass Angehörige durch die oft lang andauernde Pflege selbst erkranken.

Ergänzend gibt es in verschiedenen Wohnorten regionale Angebote durch bürgerschaftliches Engagement. Ehrenamtliche Helfer unterstützen hilfebedürftige Senioren und bieten unterschiedliche Dienste an, wie zum Beispiel einen Besuchsdienst für zu Hause oder Fahrdienste, damit Senioren noch eigenständig den Einkauf erledigen zu können.

 

 

Angebot im Landkreis

 

Die Fachstelle für pflegende Angehörige berät über die Möglichkeiten häuslicher Versorgung bei Pflegebedürftigkeit und zeigt Unterstützungs- und Entlastungsangebote auf.

Die Beratung ist neutral und kostenlos.

Ansprechpartnerinnen: Frau Möst (mittlere und nördliche Landkreisregion)

                                         Frau Albes (südliche und nördliche Landkreisregion)

Beratungsbüros in Friedberg, Mering und Aichach

 

Terminvereinbarung: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
unter zentraler Rufnummer 08251 / 872233