Blauzungenkrankheit – Impfung im Landkreis zugelassen

Die Blauzungenkrankheit kommt aktuell unter anderem in Frankreich und auf dem Balkan vor. Das Friedich-Loeffler-Institut schätzt es in seiner aktuellen Risikobewertung jedoch als „wahrscheinlich bis hoch“ ein, dass die Blauzungenkrankheit-Viren vom Serotypen 4 (BTV-4) und vom Serotyp 8 (BTV-8) nach Deutschland gelangen.

Veröffentlicht am 03.08.2017
Blauzungenkrankheit – Impfung im Landkreis zugelassen

Die „Ständige Impfkommission Veterinärmedizin“ empfiehlt deshalb als Minimalmaßnahme den Haltern von Wiederkäuern deren freiwillige Impfung. Rechtliche Voraussetzung dafür ist, die Impfung per Allgemeinverfügung zu genehmigen. Die Allgemeinverfügung für den Landkreis Aichach-Friedberg hat das Landratsamt nun erlassen. Sie ist auf der Internetseite www.lra-aic-fdb.de, unter „Veterinärwesen“, abrufbar und kann während der Öffnungszeiten im Landratsamt in Aichach, Zimmer 240, eingesehen werden.

Dadurch hat nun jeder Tierhalter im Landkreis Aichach-Friedberg die Möglichkeit, seine empfänglichen Tiere vorbeugend gegen die Blauzungenkrankheit schutzimpfen zu lassen. Zugelassen sind inaktivierte Impfstoffe gegen die Serotypen 4 und 8 des Erregers.
 


Infos zur Blauzungenkrankheit (Quelle: Friedrich-Löffler-Institut)
Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u. a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind dafür ebenfalls empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.
Nachdem Deutschland in den Jahren 2006 bis 2009 von der Blauzungenkrankheit betroffen war, ist es seit Februar 2012 offiziell frei von dieser Tierseuche.