Burg, Schloss und Hofmark Baar - aus "Altbayern in Schwaben 2016"

"Altbayern in Schwaben" heißt die Jahrbuchreihe des Landkreises, in der sich ehrenamtliche Autoren mit heimatgeschichtlichen Themen aus dem Wittelsbacher Land befassen. Während der Sommerferien stellen wir hier die zehn Artikel aus dem Band 2016 in Kurzbeiträgen vor.

Veröffentlicht am 08.08.2017
Burg, Schloss und Hofmark Baar - aus "Altbayern in Schwaben 2016"
Die Rückfront des Schlosses im jetzigen Zustand (Bild: Helmut Rischert).

Bereits in der Vorgeschichte war der markante, bewaldete Geländevorsprung besiedelt, der 675 Meter südsüdöstlich der heutigen Kirche von Oberbaar und etwa 35 Meter über der kleinen Paar liegt, das beschreibt Helmut Rischert in seinem Artikel. Daraus erwuchs später ein mittelalterlicher Burgstall mit steiler Böschung zu allen Seiten, Vorburg und einem vierseitigen Turm. Das Baarer Schloss bzw. einer seiner Vorgängerbauten entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt sind die beiden Sedelhöfe Underpar und Nidernparr, weswegen es damals zwei adelige Sitze gegeben haben muss. Unter „Sedelhof“ versteht man den Wirtschaftshof, den Landwirtschaftsbetrieb, einer Burg. 1453 war die Wasserburg zwischen Michael Riederer, dem durch Erbschaft ein Viertel gehörte, und den Hausnern geteilt. In dem Verzeichnis werden die gräben vmb haws und vmb vorhof aufgeführt; demnach waren auch die Sedelhöfe, die sich in der Vorburg befanden, von einem Graben umfangen.


Zur Hofmark Baar gehörte das Recht die Pfarrer zu Wiesenbach und Staudheim einzusetzen. Während das Patronatsrecht von Wiesenbach Lehen vom Hochstift Regensburg gewesen ist, war die Pfarrei Staudheim nach dem alten, von den Brüdern Hans Friedrich und Hans Johann von Muggenthal errichteten Salbuch Lehen der Herrschaft Baar. Sie besaß das Recht, den Pfarrer vorzuschlagen und zu ernennen und beim Todesfall die Inventur vorzunehmen.

Der komplette Beitrag von Helmut Rischert ist erschienen im Band 2016 der Reihe „Altbayern in Schwaben“. Dieser ist im örtlichen Buchhandel oder im Landratsamt Aichach-Friedberg erhältlich. Dort gibt es auch Restbestände der vorhergehenden Jahrgänge.