Der neue Band „Altbayern in Schwaben 2020“ ist erschienen

Seit 20 Jahren gibt der Landkreis „Altbayern in Schwaben“ selbst heraus

Bild (© Erich Echter)

Im kleinen Kreis wurde die neue Ausgabe des Jahrbuchs für Geschichte und Kultur „Altbayern in Schwaben“ von Landrat Dr. Klaus Metzger vorgestellt. Das neue Werk präsentiert mit neun Beiträgen von sieben Autoren auf 198 Seiten wieder ein starkes Stück Heimatgeschichte!

Zudem gilt es mit dem neuen Band ein kleines Jubiläum zu würdigen: Seit 20 Jahren gibt der Landkreis nun  „Altbayern in Schwaben“ selbst heraus.

 

Über 60 verschiedene Autoren haben 190 Aufsätze geschrieben, die 3890 Seiten füllen und eine ganz große Bandbreite von Themen aus der reichen Geschichte des Wittelsbacher Landes behandeln. Altbayern in Schwaben kommt beim Leser an: Etliche Jahrgänge sind restlos vergriffen, von manchem Band gibt es nur noch geringe Restbestände. Die Ziele, die sich die Gründer der Reihe gesetzt hatten, gelten noch heute: Das Jahrbuch soll neue Ergebnisse der historischen Forschung vorrangig den Bürgern des Landkreises zugänglich machen.

 

Auch der neue Band bringt daher wieder zahlreiche Neuigkeiten aus der Vergangenheit ans Licht. Wer wissen möchte, warum der Augsburger „Harnsteinschneider“ Benedikt Fröschl sich in Stockensau bei Kühbach ein Landschloss gebaut hat, sollte sich in den Beitrag von Hubert Raab zu den Schlössern von Winden und Stockensau vertiefen. Staunen kann man darüber, dass es in manchen Kirchen des Landkreises über 500 Jahre alte farbige Glasfenster gibt. Gabriele Raab stellt in ihrem Text diese zerbrechlichen Kunstwerke des späten Mittelalters vor. Spektakuläre Ereignisse gab es im Jahr 1525 im Zusammenhang mit Reformation und Bauernkrieg. Franz Riß berichtet davon, dass der Pfarrer von Unterbernbach mit der Faust geschlagen und mit einem Hiebmesser angegriffen wurde. Auch über den Widerstand der wehrpflichtigen Todtenweiser Bauern kann man bei der Lektüre des Beitrags bisher Unbekanntes erfahren. Am 16. Juli 1632 nahm ein Inferno für Friedberg seinen Anfang. Regine Nägele schildert in ihrem Text wie es dazu kam, dass dieser Tag als Schwarzer Freitag in die Friedberger Stadtgeschichte einging: Die Stadt brannte sieben Tage und sieben Nächte. Ingo Aigner berichtet von einem prominenten Gast, der über den Winter 1798/99 in Friedberg residierte. Der Habsburger Erzherzog Karl - damals als „Retter Deutschlands“ verehrt - logierte fast vier Monate in der bayerischen Grenzstadt Friedberg. Wolfgang Brandner möchte mit seinem kunstgeschichtlichen Aufsatz auf bedeutende Zeugnisse bürgerlicher Begräbniskultur aus Bronze und Galvanoplastik auf dem Alten Friedhof in Aichach aufmerksam machen. Damit soll auch ein bisher zu wenig gewürdigtes  pompöses Bronzedenkmal von hoher künstlerischer Qualität in den Blickpunkt gerückt werden. Kreisheimatpfleger Michael Schmidberger stellt Forschungsergebnisse zur Technikgeschichte des ländlichen Raumes vor. Dadurch führt er am Beispiel des Weilers Bergen bei Schiltberg vor Augen, dass was heute selbstverständlicher Standard ist – fließendes Wasser in jedem Haus – noch vor 100 Jahren eine epochale Errungenschaft war. Wer erfahren möchte, wie die kostbare Monstranz des Klosters St. Ottilien in einem Kinderwagen und im Heustadel in Sirchenried bei Mering den Zweiten Weltkrieg überstand, kann dies durch die Lektüre des Textes von Hubert Raab erfahren. Ein naturkundlicher Beitrag zum Schmetterlingsvorkommen im Landkreis beschließt das Werk. Extra zum Jubiläum wurde das Jahrbuch um eine besondere Beilage ergänzt, in der alle 78 im Wittelsbacher Land bekannten Tagfalter abgebildet sind. Der handliche Führer lädt zum Entdecken der Region ein.

 

Durch seine große Vielfalt ist das neue Buch das ideale Weihnachtsgeschenk! Der neue Band des wie immer reich bebilderten „Altbayern in Schwaben 2020“ ist im Buchhandel zum Preis von 15,90 € erhältlich ist (ISBN 978-3-9813801-8-7). Das Buch kann auch direkt beim Landratsamt bezogen werden:  www.lra-aic-fdb.de/hier-leben/kultur/altbayern-in-schwaben

 

Die Buchvorstellung ist online zu finden unter: https://www.youtube.com/watch?v=-u2zVUOrIvE