Die Freiwilligenagentur startet mit 20 Sprachpaten in Aichach

Gleich 20 Freiwillige haben sich bereits im ersten Durchgang zu Sprachpaten ausbilden lassen. Nach den Pfingstferien starten sie ihre Tätigkeit in Aichach.

Veröffentlicht am 19.05.2016
Die Freiwilligenagentur startet mit 20 Sprachpaten in Aichach

An der Ludwig-Steub-Grundschule und der Geschwister-Scholl-Mittelschule werden sie Schülerinnen und Schüler unterstützen, die keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse haben. Die nächsten 15 Sprachpaten sollen im Herbst ausgebildet werden.

Die Sprachpaten sollen den Kindern und Jugendlichen in erster Linie Alltagsgrundlagen der deutschen Sprache vermitteln, aber auch die Freude daran, diese zu lernen. Jeder Sprachpate und jede Sprachpatin betreut nur einen Schüler für durchschnittlich eine Unterrichtsstunde pro Woche.

An zwei Schulungsabenden wurden die künftigen Sprachpaten ausgebildet und vorbereitet. Schulpsychologin Ruth Spannagl-Schulan beispielsweise schulte im Umgang mit Flüchtlingskindern und Kindern mit Migrationshintergrund. Carolin Fürstner ist Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache und gab Sprachpaten praktische Tipps an die Hand. Nach den Schulungsabenden wurden alle Sprachpaten an die Schulen verteilt, an denen sie nach den Pfingstferien die ersten Unterrichtsstunden mit „ihren“ Kindern verbringen. Unter den 20 Sprachpaten befinden sich sieben aktive Lesepaten, die nun ein zusätzliches Ehrenamt übernehmen.

Die Pilotphase wird im Herbst fortgesetzt. Dann werden 15 weitere Sprachpaten ausgebildet und an Schulen im Landkreis vermittelt.

Das Projekt „Sprachpaten – miteinander sprechen, einander verstehen“ ist Teil des bayernweiten Engagement-Projekts „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“. Für den Landkreis Aichach-Friedberg entwickelt haben es drei Kooperationspartner: Die Freiwilligenagentur, der Kreisjugendring und das Schulamt.

Wer Lust und Zeit hat, als Sprachpate an dem Pilotprojekt mitzuwirken, melde sich bitte beim Kreisjugendring Aichach-Friedberg, Projekt-Koordinatorin Sabine Grandel, Tel. 0821-609620.


Über das Projekt “Miteinander leben – Ehrenamt verbindet”
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen/-Zentren (lagfa bayern e.V.) koordiniert bayernweit das neue Engagement-Projekt: „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“. Insgesamt nehmen daran 20 Freiwilligenagenturen und Freiwilligen-Zentren sowie Koordinierungszentren (FA/FZ/KoBE) teil. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS). Die lagfa bayern vernetzt und berät dabei alle Teilneh-mer (FA/FZ(KoBE) bei der Projektdurchführung und -umsetzung und sichert die Dokumentation und somit die Nachhaltigkeit der Projekte.  Jede teilnehmende Agentur hat dazu individuelle Pro-jekte aus den Bereichen Arbeit und Soziales, Kultur, Sport- und Vereinswesen, Freizeit  und Fami-lienwesen eingereicht. Ziel ist bei den Projekten ist es, Menschen mit Migrationshintergrund für ein Ehrenamt zu begeistern bzw. sie auch als Teil einer Gemeinschaft aufzunehmen und interkulturelle Begegnungen zu schaffen. Anhand von beispielhaften Maßnahmen sollen die Projekte zum Ende der Laufzeit von einem Jahr zeigen, wie das funktionieren kann und was es dafür an Maßnahmen und Vertrauen bedarf. Der zeitliche Rahmen des Projektes ist vorerst befristet bis zum 28.02.2017. Für die 20 lokalen Projektstandorte der KoBE/FA/FZ wurde eine Fördersumme von bis zu 20.000 Euro pro Standort  bewilligt.

Über die lagfa bayern e.V.
Die lagfa bayern e.V. ist die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen/-zentren und Koordinierungszentren bürgerlichen Engagements in Bayern (FA/FZ/KoBE). Die Landesarbeits-gemeinschaft unterstützt die KoBE/FA/FZ bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und sichert eine hohe Qualität. Die lagfa bayern e.V. setzt sich für verbesserte Rahmenbedingungen für das bür-gerschaftliche Engagement ein und ist ein kompetenter Kooperations- und Netzwerkpartner rund um bürgerschaftliches Engagement.



Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Stefanie Kratzer):
Die „Sprachpaten“ sind erfolgreich gestartet. Nach den Pfingstferien werden 20 frisch ausgebildete Freiwillige ihre Arbeit an zwei Aichacher Schulen aufnehmen. Der nächste Durchgang im Landkreis ist für Herbst geplant.