Erfolgreich in Eurasburg - Landrat besucht Familienbetriebe Fischer und Osterried

Zwei Familienbetriebe, die seit Jahrzehnten in Eurasburg beheimatet sind, besuchte Landrat Dr. Klaus Metzger gemeinsam mit Bürgermeister Paul Reithmeir. Bei der Zimmerei Andreas Fischer ebenso wie der Osterried Erdbewegungen und Containerservice ist die nächste Generation schon stark mit eingebunden und der Wunsch den Betrieb zu erweitern groß, was sich in beiden Fällen als schwierig erweist.

Veröffentlicht am 04.12.2017
Erfolgreich in Eurasburg - Landrat besucht Familienbetriebe Fischer und Osterried
Bei erfolgreichen Eurasburger Familienunternehmen, Teil I: Landrat Dr. Klaus Metzger, Bürgermeister Paul Reithmeir (3. v. r.) und Stefanie Schmaus von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes (2. v. r.) beim Holzbaubetrieb Fischer mit (v. l.) Katrin, Sebastian, Andreas, Eva und Walburga Fischer sowie Maria Bichler (rechts).

Der Dasinger Zimmerermeister Andreas Fischer hat sich vor 28 Jahren im Heimatort seiner Frau selbstständig gemacht. Vor etwa sieben Jahren war er dann mit seinem Betrieb einer der ersten im von der Gemeinde Eurasburg neu ausgewiesenen Gewerbegebiet in Freienried. Ziemlich groß war damals die Nachfrage, die Plätze rasch vergeben. „Hätten wir damals gewusst, dass unser Betrieb sich so positiv entwickelt, hätten wir gleich ein zweites Grundstück dazu genommen“, sagt Fischer. Jetzt ist das nicht mehr möglich, das Gewerbegebiet voll und beim Versuch, neue Flächen dazu zu gewinnen beißt sich Bürgermeister Reithmeir bei den Eigentümern die Zähne aus.

Fischers sind Holzbauer aus Überzeugung: „Holz ist ein rundum ökologischer Baustoff“ sagt der Seniorchef, „von der Entstehung über die Nutzung bis zur Verwertung“. Das überzeugt vor allem auch immer mehr Hausbauer. „Wir bauen viele Häuser im Wittelsbacher Land und der direkten Umgebung, haben aber auch Aufträge in München.“ Eine Besonderheit dabei: Der Bauherr kann Bauteile für sein eigenes Haus in der Zimmerei selbst mitbauen. 20 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, nahezu alle schon seit der Ausbildung im Betrieb. „Wir bilden jedes Jahr mehrere Zimmerer aus, können aber leider gar nicht alle interessierten und geeigneten Bewerber einstellen.“ Das Interesse der Schulabsolventen entsteht meist über ein Praktikum.

Der Landrat war begeistert von dem gewachsenen Familienbetrieb: „Wieder eines der Beispiele, warum es dem Wittelsbacher Land wirtschaftlich so gut geht – ein mittelständisches, innovatives Unternehmen, das vor Ort stark verwurzelt ist.“ Fischers Frau Eva („Sie macht bei uns alles!“) und auch bereits Tochter Katrin für die Buchhaltung sowie Sohn Sebastian, selbst schon Zimmerermeister und Bautechniker, für die Arbeitsvorbereitung sind fest mit eingebunden. Wie stark der Familienzusammenhalt ist zeigt sich auch dadurch, dass beide Omas, Walburga Fischer und Maria Bichler, regelmäßig vor Ort sind und nach Kräften unterstützen. „Allein schon indem sie den Rest der Familie mit ihren Kochkünsten verwöhnen und auch sonst bei Laune halten sind sie Gold wert“, sagt Enkel Sebastian.


Nur ein paar hundert Meter entfernt trafen Landrat und Bürgermeister auf einen weiteren seit Generationen erfolgreichen Familienbetrieb, die Firma Osterried. Auch hier wird Sohn Johannes, der ein technisches und ein betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen hat, von seinen Eltern Robert und Elisabeth Osterried schon seit geraumer Zeit in Abläufe und Ausrichtung der Firma stark mit einbezogen.

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Johannes Osterried erklärt Landrat Dr. Klaus Metzger und Kreisbaumeister Andres Richter die Schritte beim Baustoffrecycling, hinten von rechts Robert Osterried und Bürgermeister Paul Reithmeir.

Das Unternehmen mit heute 36 Mitarbeitern ist tätig im Großraum Augsburg und westlich von München. Es kann auf große Erfahrung in Erdarbeiten, Containerdienst, Abbrucharbeiten und Recycling verweisen. 1992 gründete Robert Osterried mit seiner Frau Elisabeth das Entsorgungsunternehmen, das heute als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert ist. „Unser Schwerpunkt liegt mehr und mehr beim Recycling von Bauschutt“, sagt Johannes. Die Baumaterialien aus Abrissmaßnahmen werden aufbereitet und können für den Unterbau neu entstehender Gebäude oder Straßen wieder verwendet werden. Das recycelte Material könne bedenkenlos eingebaut werden, es werde mehrmals untersucht: Nach dem Abriss und vor dem Wiedereinbau. „Unser Endprodukt ist schadstofffrei und zertifiziert und es schont die Umwelt, weil dadurch weniger Naturmaterial wie Kies und Sand abgebaut werden muss“. Aktuelle Beispiele dafür gibt es auch im Landkreis Aichach-Friedberg: Den Unterbau des Krankenhausneubaus in Aichach sowie bei mehreren Gewerbebauten im Friedberger Business Park und in Derching, hat Osterried auf diese Weise geschaffen, zur absoluten Zufriedenheit aller Beteiligten.

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Bei erfolgreichen Eurasburger Familienunternehmen, Teil II (v. l.): Bürgermeister Paul Reithmeir, Landrat Dr. Klaus Metzger, Robert, Elisabeth und Johannes Osterried, Stefanie Schmaus von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes und Kreisbaumeister Andres Richter.


„Das Recycling spielt im Baubereich eine immer größere Rolle“, bestätigt auch Landrat Metzger. Dabei sei es wichtig, schon bei der Entwicklung von Produkten zu bedenken, wie diese später in den Kreislauf zurückgeführt werden können, ohne dass es die Umwelt belastet. Die Osterrieds wollen diesen Bereich weiter ausbauen, die Nachfrage dafür sei groß. Allerdings fehlt der Firma die notwendige Fläche, denn an das das Firmengelände angrenzende Grundstücke, die möglicherweise geeignet wären, sind derzeit nicht zu haben, eine Lösung zunächst nicht in Sicht.


Bilder: Landratsamt Aichach-Friedberg, Wolfgang Müller.