Erster schulartübergreifender Dialog im Wittelsbacher Land

Wie können Schulen künftig kooperieren, um gemeinsame Herausforderungen wie Digitalisierung, Integration und Inklusion zu meistern? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich die Schulleitungen der Förder- und Realschulen, der Gymnasien, der FOS/BOS und der Berufsschulen im Landkreis beim ersten gemeinsamen Treffen mit dem Schulamt und dem Bildungsbüro im Landratsamt.

Veröffentlicht am 04.10.2017
Erster schulartübergreifender Dialog im Wittelsbacher Land
Landrat Dr. Klaus Metzger begrüßt Schulleiterinnen und Schulleiter, die Mitarbeitenden des Schulamtes und des Bildungsbüros sowie die Referentin Verena Zelger vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (Mitte) zum ersten „Schuldialog“ im Landkreis Aichach-Friedberg (Bild: Landratsamt Aichach-Friedberg, Wolfgang Müller).

Aichach, 4. Oktober 2017


Zahlreiche Kooperationen zwischen Schulen und auch außerschulischen Partnern bestehen bereits, das machte dieser erste Schuldialog, der vom Bildungsbüro des Landratsamts ins Leben gerufen wurde, deutlich. Gerade im Bereich der Berufsorientierung ist es mittlerweile selbstver-ständlich, nicht nur mit der Agentur für Arbeit in Augsburg, sondern auch mit der HWK und IHK Schwaben, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft oder einzelnen Unternehmen aus der Region eng zusammenzuarbeiten. Auch gegenseitig unterstützen sich die Schulen bei einzelnen Themen. So haben Schüler des Gymnasiums in Friedberg naturwissenschaftliche Experimente für Schüler der Vinzenz-Pallotti-Schule entwickelt und mit ihnen durchgeführt. „Genau diese Art der Zusammenarbeit, bei der soziales Lernen mit konkreten Unterrichtsinhalten verknüpft und nebenbei der kindliche Forschergeist geweckt wird, wollen wir zukünftig stärker fördern“, unterstreicht Goran Ekmescic vom Bildungsbüro. Der Ertrag solcher Kooperationen ist nicht nur für Schüler, sondern die gesamte Schulfamilie von großem Wert.

Bildung findet heute immer öfter auch außerhalb des Unterrichtsgeschehens statt, was von den Schulen einiges abverlangt. So betont Schulleiter Dr. Josef Maisch vom Gymnasium Mering, dass „diese Angebote erst einmal organisiert werden müssen, was einen enormen Aufwand für die Schule bedeutet. Das haben wir zuletzt bei unserem Lebens- und Berufsorientierungstag zu spüren bekommen. Unterstützung von außen wie z. B. vom Bildungsbüro oder unseren Schulpartnerschaften, nehmen wir daher jederzeit dankend an“. Dieser Meinung schlossen sich alle Schulleitungen an: „Die Themen und Aufgaben, mit denen die Schulen heute konfrontiert werden, nehmen immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, notwendige Strukturen und Netzwerke aufzubauen“, so Schulleiter Wolfgang Wiedemann von der beruflichen Oberschule in Friedberg.

Daher sind sich alle einig, dass die bestehenden Kooperationen  fortgesetzt werden müssen und anhand konkreter Projekte und Themen wie z. B. Medienbildung, Berufsorientierung, MINT-Förderung sowie Politische Bildung und Demokratieerziehung weiter entwickelt werden sollen. „Wie das konkret aussehen könnte, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten, gemeinsam mit anderen Fachstellen wie dem Jugendamt, dem Kreisjugendring, der Uni Augsburg und selbstverständlich den Schulen diskutieren und entsprechende Konzepte und Empfehlungen vorlegen“, so Götz Gölitz vom Bildungsbüro. Das nächste Treffen ist für März 2018 fest eingeplant.