Fische aus Friedberger Ach und Verlorenem Bach nicht verzehren

Endgültige PFC-Befunde liegen vor

Aichach, 18. Januar 2021

Fische aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach im Landkreis Aichach-Friedberg sollten derzeit nicht, jedenfalls nicht regelmäßig verzehrt werden. Zwar ist dadurch keine akute Gesundheitsgefahr gegeben, doch rät das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in seiner aktuellen Untersuchung vom Verzehr vorsorglich ab. Grund sind erhöhte  Werte von perfluorierten Chemikalien (PFC).

Die endgültigen Befunde des LGL zu den Aiteln und Bachforellen, die das Landratsamt Anfang Juli 2020 in Zusammenarbeit mit der Fischereifachberatung Schwaben 21 aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach entnommenen hatte, liegen nun vor. Wie erwartet und durch die vorläufige Verzehrwarnung vom September 2020 bereits kommuniziert, wurde in den untersuchten Proben die perfluorierte Alkylsubstanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) nachgewiesen. Schon durch sehr niedrige Verzehrmengen von derartigen Fischen wird die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit („European Food Safety Authority“, kurz EFSA) als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge überschritten.

Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich auf Aiteln und Bachforellen, bei anderen Fischarten aus den betroffenen Gewässern muss aber von einer ähnlichen Belastung ausgegangen werden.

Die Fische werden von Anglern zum Eigenverzehr gefangen, sind und waren auch in der Vergangenheit nicht für den Verkauf bestimmt.  Die Fischereirechtsinhaber und -ausübungsberech-tigten wurden bereits vor einem Jahr, im Januar 2020, über die Belastung informiert. Auch die aktuellen Untersuchungsergebnisse wurden diesen bereits mitgeteilt.

Das LGL rät in seinen Sachverständigenäußerungen von einem regelmäßigen Verzehr belasteter Fische ab. Zudem dürfen Fische mit solchen PFOS-Gehalten nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden.