Fit für den Arbeitsmarkt

Neuzugewanderte werden beim Erstellen des Lebenslaufs beraten

Veröffentlicht am 16.05.2017
Fit für den Arbeitsmarkt
Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Dawid Czech): Das Bildungsbüro bietet Unterstützung beim Erstellen des Lebenslaufs.

Wie erstelle ich einen aussagekräftigen Lebenslauf? Welche Möglichkeiten bieten sich für die berufliche Integration? Um Fragen wie diese ging es im Bildungsbüro. Zusammen mit dem Verein Ausbilden, Arbeiten, Unternehmen e.V. (A.A.U.) wurden die Teilnehmer individuell beraten, um nach erfolgreich absolviertem Sprachkurs einen passenden Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.
 
Bereits im März kamen die Schülerinnen und Schüler der Sprachschule Alterlingua und Mitarbeiter von A.A.U. zusammen. Informationen über das duale Ausbildungssystem und die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten in Deutschland vermittelte Felicitas Eitel von A.A.U. an die Teilnehmenden.

Ein Ziel ist das Erreichen des nächsten Sprachniveaus und der Anschluss in eine berufliche Beschäftigung. Das bestätigt auch Irene Christopulu, Leiterin des Sprachinstituts Alterlingua. Sie unterrichtet und begleitet Neuzugewanderte in der Region Augsburg seit vielen Jahren und stellt immer wieder fest, wie wichtig eine Perspektive über den Sprachkurs hinaus für die Motivation ihrer Schülerinnen und Schüler ist.

Wafa Bahir war Teilnehmerin in einem Sprachkurs in Aichach. Die Syrerin und Mutter von vier Schulkindern hat zwölf Jahre als Grundschullehrerin unterrichtet. Sie träumt davon, auch in Deutschland bald wieder mit Kindern arbeiten zu können. Im Beratungsgespräch empfiehlt ihr Eitel das Projekt Bildungstransfer pädagogischer Qualifikationen. Dieses Kooperationsprojekt zwischen Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH und dem Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Augsburg richtet sich gezielt an Akademiker, die ihren pädagogischen Abschluss im Ausland erworben haben.

Eine Ausbildung zum Rettungssanitäter möchte Ahmad Jouni gerne im Herbst 2017 beginnen. Für zwei Tage hat er bereits ein Praktikum beim Roten Kreuz Pöttmes absolviert. Von dem jungen Syrer wird ein erstes Bild für den Lebenslauf gemacht. Es soll gleich weitergehen, Schwung reinkommen und die Motivation unterstützt werden, verrät Eitel.

Verbindungen zwischen den Akteuren des Bildungs- und Ausbildungsmarktes herzustellen, ist ein Anliegen von Eva-Maria Teebken vom Bildungsbüro des Landkreises. Als Bildungskoordinatorin steht sie hinter diesen Zusammentreffen für Neuzugewanderte und freut sich über die Kooperationsbereitschaft der Akteure: „Denn genau diese Kooperationen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Integration!“