Geflüchtete Familie aus Moria kommt ins Wittelsbacher Land

100 Flüchtlinge aus Moria nimmt der Freistaat Bayern insgesamt auf. Eine dreiköpfige Familie kommt nun bald in unseren Landkreis. Ein entsprechender Beschluss wurde im September im Kreisausschuss gefasst.

100 Flüchtlinge aus Moria nimmt der Freistaat Bayern insgesamt auf. Eine dreiköpfige Familie kommt nun bald in unseren Landkreis. Ein entsprechender Beschluss wurde im September im Kreisausschuss gefasst.

„Einer Aufnahme von Menschen in Not sollte sich niemand verwehren“, meint Landrat Dr. Klaus Metzger. „Viele Städte und Landkreise waren von sich aus bereit, Flüchtlinge aus dem griechischen Lager aufzunehmen, nachdem sie von der desolaten Lage im Camp auf Lesbos gehört haben. Wir belassen es aber nicht bei Lippenbekenntnissen, sondern handeln.“

Nachdem diese Bereitschaft an das zuständige Ministerium kommuniziert worden war, wurden die Rahmenbedingungen einer solchen Aufnahme geklärt. Eine Unterbringung im Rahmen einer Asylunterbringung ist nicht vorgesehen, da die betroffenen Menschen bereits über ein humanitäres Aufenthaltsrecht in Griechenland verfügen und somit in Deutschland kein Asylverfahren mehr durchlaufen. „Wir haben uns daher überlegt, welche Möglichkeit es für die Unterbringung einer Familie aus Moria geben könnte. Wir sind dann sehr schnell auf die Idee gekommen, dass sich eine Wohnung in Mering in unserer ehemaligen Asylunterkunft in der Hartwaldstraße, die nach langem Hin und Her nun einer normalen Wohnnutzung zugeführt wird, hervorragend eignen würde,“ ergänzt Simone Losinger vom Ausländeramt. Der Eigentümer der Wohnungen in Mering, Christian Gumpp, war von dieser Idee begeistert und sagte sofort zu, weil auch aus seiner Sicht diese Wohnungen gerade solchen Menschen, die sich in einer schwierigeren Situation befinden, zu Gute kommen sollen.

Auch beim Ministerium fand diese Idee Anklang und nun wird am 21. Dezember eine junge, staatenlose Familie mit einem erst zwei Monate alten Säugling erwartet. Die Wohnung in Mering steht bereit und wird derzeit übergangsweise eingerichtet.