Geschafft: Wohnungen in Mering frei für sozialen Wohnungsmarkt

Innenministerium stimmt Lösungsvorschlag zu

16 neu gebaute, kleine Wohnungen in der Hartwaldstraße in Mering stehen ab Anfang 2021 Menschen mit geringem Einkommen auf dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung. Dies ist das sehr erfreuliche Ergebnis eines langen Ringens um genau diese Lösung. Landrat Dr. Klaus Metzger hatte das so angeregt, nachdem klar wurde, dass die Wohnungen nicht – wie ursprünglich geplant – für Flüchtlinge benötigt werden.

Die vier Häuser mit jeweils vier Wohnungen, je rund 50 Quadratmeter groß, wurden 2016 fertiggestellt und für die Dauer von zehn Jahren angemietet, um dort maximal 96 Asylbewerber unterzubringen. Nachdem in Mering 2019 eine Unterkunft-Dependance des ANKERs Schwaben in Betrieb genommen wurde, haben sich Landrat Dr. Metzger, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko und Bürgermeister Hans-Dieter Kandler dafür eingesetzt, dass die Wohnungen den Meringer Bürgern als günstiger Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Auch Innenminister Herrmann unterstützte diese Auffassung und versprach, dass die vier Häuser nicht mit Asylbewerbern belegt werden.

Gemeinsam mit dem Innenministerium und dem Eigentümer suchte man nach einer passenden rechtlichen Konstellation und prüfte dafür unterschiedliche Varianten. Auch die Kreiswohnbau hatte sich als möglicher Partner eingebracht. Haushalts- und dann steuerrechtliche Hürden verhinderten lange den Durchbruch.

Nun haben Ministerium und Eigentümer der letzten Lösungsvariante des Landratsamtes zugestimmt. Der Eigentümer kann demnach ab Januar die Wohnungen in eigener Verantwortung vermieten und verpflichtet sich vertraglich, diese bevorzugt an Bewerber aus dem Landkreis Aichach-Friedberg mit geringem Einkommen zu vergeben. Der Vertrag wird in den nächsten Tagen unterzeichnet. Bis die ersten Mieter einziehen können, sind dann noch ein paar kleinere Arbeiten nötig, beispielsweise werden separate Strom- und Wasserzähler eingebaut.

Landrat Dr. Klaus Metzger: „Viele Menschen im Landkreis sind dringend auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Glücklicherweise haben wir jetzt eine Lösung für die Häuser in der Hartwaldstraße gefunden, die für alle passt“. Für den Freistaat seien die Kosten nun deutlich niedriger als bei einem weiteren Bestehen des ursprünglichen Mietvertrags. Auch für Mering trage diese Lösung zur Entspannung bei. Der Eigentümer sei der neuen Konstellation gegenüber sehr aufgeschlossen, auch wenn er davon nicht finanziell profitiere und sich nun um die Vermietung selbst kümmern müsse. „Wir hatten uns alle einen einfacheren und schnelleren Weg zum Ziel erhofft. Aber nun ist es uns gemeinsam gelungen, den Knoten zu lösen. Ich danke allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben.“