Gut angekommen im Wittelsbacher Land

Syrische Familie aus Moria lebt seit einem Monat in Mering

Insgesamt 100 Flüchtlinge aus Griechenland nahm der Freistaat Bayern nach einer Aufnahmezusage vom Herbst 2020 auf. Eine dreiköpfige Familie kam zu uns ins Wittelsbacher Land, nach einem Beschluss des Kreistags im September. Seit etwa einem Monat wohnt die junge Familie nun in Mering.

Bei der Familie handelt es sich um ein junges Paar (Mann 25 Jahre, Frau 20 Jahre alt) mit einem Baby mit 3,5 Monaten. Sie wurden über das Aufnahmeverfahren des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge aufgenommen und sind Anfang Dezember nach Deutschland eingereist. Bis zum 21. Dezember befanden sie sich zunächst im „Grenzdurchgangslager Friedland“, von wo aus sie anschließend dann mit dem Bus nach Mering gebracht wurden. Nach der Ankunft wurden die Neu-Meringer von der Vermieterin, der Asylkoordinatorin von Mering Maureen Lermer, einem Ehrenamtlichen sowie Mitarbeitern des Landratsamtes in Empfang genommen. Der seit vielen Jahren ehrenamtlich engagierte  Helfer Siggi Schwab hatte noch einen syrischen ehemaligen Asylbewerber mitgebracht, der für die Familie übersetzte.

Nachdem die Wohnung besichtigt und bezogen worden war, wurden Formalitäten wie die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis oder eine Antragstellung beim Jobcenter gemeinsam getätigt. Um gleich auf eigenen Beinen zu stehen, bot ein weiterer anerkannter syrischer Asylbewerber der Familie an, sie beim Lebensmitteleinkauf zu begleiten. So konnte die Familie gleich einen ersten Eindruck von Mering gewinnen und erste Kontakte knüpfen.

Zwischenzeitlich lebt die Familie seit einem guten Monat in Mering. Seit Anfang Januar 2021 besteht ein Mietverhältnis in einer geeigneten Wohnung zwischen dem Wohnungseigentümer und der Familie.

Landrat Dr. Klaus Metzger ist zufrieden: „Wir freuen uns, dass die Familie in Absprache mit dem Eigentümer Christian Gumpp nun gerade in dieser Wohnung ein neues Zuhause gefunden hat. Die Wohnungen sind unseres Wissens nach nun alle belegt, dienen ganz unterschiedlichen Menschen als neue Heimstatt und werden damit nun in unserem Sinne genutzt.“

Aufgrund der Aufnahmezusage verfügt die Familie in Deutschland über ein Aufenthaltsrecht. Der Familie wurde bereits in Griechenland im Rahmen ihres Asylantrages die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Die Bundesrepublik Deutschland hat zugesagt, Menschen, die bereits über ein Bleiberecht in Griechenland verfügen nach bestimmten humanitären Kriterien in Deutschland aufzunehmen. Hierzu gehörte auch die nun in Mering lebende Familie. Diesen Personen wurde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Aufnahmebescheid ausgestellt. Dieser stellt die Grundlage für ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland dar. Ein neues Asylverfahren ist nicht nötig. Vielmehr stand bereits fest, dass die Familie auch in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis erhalten wird.

Nach Aussage des Ehrenamtlichen Siggi Schwab ist die Familie bislang gut in Mering angekommen, es gibt verschiedene Unterstützungsangebote und auch die bereits hier lebenden anerkannten syrischen Staatsangehörigen unterstützen die Familie dabei, in Mering anzukommen.