Mandichosee - aktueller Stand, 21.08.2019, 16:30 Uhr

Ab morgen gilt eine Allgemeinverfügung

Veröffentlicht am 21.08.2019
Mandichosee - aktueller Stand, 21.08.2019, 16:30 Uhr

Im Mandichosee in Merching wurde eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wurde heute, 21. August 2019, durch Allgemeinverfügung ein Aufenthaltsverbot erlassen. Im gesamten Bereich der Lechstaustufe 23 / des Mandichosees ist das Baden, das Angeln, die Ausübung von Wassersport und das Betreten des Anschwemmbereiches am Ufer untersagt.

Die Allgemeinverfügung gilt ab 22. August, 0 Uhr und ist hier einzusehen.

Es wird zudem empfohlen, die Fische, die im August geangelt wurden, nicht zu verzehren.

Aktuell liegen die ersten Ergebnisse der Toxinbestimmung vor. Der Anatoxinnachweis war positiv. Damit ist es hochwahrscheinlich, dass die verendeten Hunde an einer Anatoxinvergiftung starben. Ein endgültiges Ergebnis, worin auch Aussagen zur Konzentration von Anatoxin getroffen werden, erwarten wir morgen.

Tychonema lagert nicht nur an Wasserpflanzen und angeschwemmtem Treibholz, sondern auch in Form von sogenannten „Patches“ (rötliche Bakterienansammlungen) im Flachwasser und am Ufer.

Alle sechs EU-Badegewässer im Landkreis werden während der Badesaison im 4-Wochen-Turnus auf Blaualgen getestet. Bisher waren alle Ergebnisse stets im Normbereich und durchgehend bakteriologisch einwandfrei. Am Weitmannsee wie am Auensee wurden Anfang der Woche zusätzliche Proben von Wasserpflanzen und Treibholz genommen. Auch hier waren die Ergebnisse im Normbereich. Die benachbarten Landkreise wurden informiert.