Mandichosee, aktueller Stand 26. August 2019

In der Tauchbeprobung von letzter Woche wurde Tychonema ebenfalls in 2 bis 3 Metern Tiefe festgestellt.

Veröffentlicht am 26.08.2019
Mandichosee, aktueller Stand 26. August 2019
Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Victoria Schaefer): Taucher am Mandichosee

In der Tauchbeprobung von letzter Woche wurde Tychonema ebenfalls in 2 bis 3 Metern Tiefe festgestellt. Die Proben sind nun ebenfalls auf dem Weg ins Berliner Labor.

Die Ermittlungen über Ausdehnung und lokale Verteilung des Tychonemavorkommens am Mandichosee machen gute Fortschritte und können voraussichtlich im Laufe der Woche abgeschlossen werden. Diese sind ein wichtiger Bestandteil für die Abschätzung der Gesundheitsgefährdung der verschiedenen Nutzergruppen am See. Weiterhin arbeiten u. a. das Landratsamt, das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eng zusammen, um das weitere Vorgehen zu planen. Eine gemeinschaftliche Planung des mittel- bis langfristigen Umgangs mit dem Mandichosee kann jedoch erst nach Abstimmung aller Beteiligten und gründlicher Würdigung der gesammelten Informationen aus mehreren Ortsbesichtigungen und Beprobungsreihen sowie Recherchearbeiten und Erfahrungsaustausch mit externen Experten ab der nächsten Woche erwartet werden.

Im Mandichosee in Merching wurde eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wurde durch Allgemeinverfügung ein Aufenthaltsverbot erlassen. Im gesamten Bereich der Lechstaustufe 23 / des Mandichosees ist das Baden, das Angeln, die Ausübung von Wassersport und das Betreten des Anschwemmbereiches am Ufer untersagt.