PFC-Belastung auch in Mühlhauser Weihern

Von regelmäßigem Verzehr von Fischen aus den Mühlhauser Weihern wird abgeraten.

Im Sommer waren in Fischen aus der Friedberger Ach und im Verlorenen Bach erhöhte Werte von perfluorierten Chemikalien (PFC) festgestellt worden. Aus diesem Grund hat das Landratsamt in Zusammenarbeit mit der Fischereifachberatung Schwaben 21 im September auch in Gewässern in Mühlhausen Fischproben entnehmen lassen. Es wurden Fische aus zwei befischten Weihern entnommen und auf perfluorierte Chemikalien (PFC) untersucht. Nun liegen die Ergebnisse des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor. In allen untersuchten Proben wurden erhöhte Gehalte der perfluorierten Alkylsubstanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) in den Fischen nachgewiesen. Auch wenn keine akute Gesundheitsgefahr gegeben ist, wird von regelmäßigem Verzehr von Fischen aus den Mühlhauser Weihern abgeraten.

Untersucht wurden Aal, Hecht, Flussbarsch, Rotauge und Rotfeder. Die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen reichern sich in den verschiedenen Fischen unterschiedlich stark an. Schon bei sehr niedrigen Verzehrmengen wird die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge überschritten.

Fische mit solch erhöhten PFOS-Gehalten dürfen nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. Die betroffenen Fische sind und waren jedoch auch in der Vergangenheit nicht für den Verkauf bestimmt, da sie von den Anglern zum Eigenverzehr gefangen werden. Die Fischereirechtsinhaber und -ausübungsberechtigten wurden bereits Anfang 2020 grundsätzlich über die Belastung informiert. Auch jetzt wurden ihnen die aktuellen Untersuchungsergebnisse auf direktem Weg mitgeteilt.

PFC ist kein lokales Problem. Zuständige Fachbehörde ist das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Dieses und die Regierung von Schwaben hat das Landratsamt umgehend über die aktuellen Ergebnisse informiert, mit dem Ziel, das Thema koordinierend übergeordnet anzugehen.