Schüler führen Schüler

Rund 600 Schüler der Staatlichen Realschule Mering in der Bayerischen Landesausstellung

Den Meringer Realschülern gefiel es ausgesprochen gut bei der Bayerischen Landesausstellung in Friedberg. Bilder und Text: Andreas Jell

Friedberg. Fast 600 Schüler der Realschule Mering haben am Donnerstag die bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründungsstädte“ im Schloss Friedberg besucht. Die Besonderheit daran: Nicht erwachsene Ausstellungsführer, sondern gleichaltrige Mitschüler aus dem Wahlunterricht Geschichte führten durch die Ausstellung und präsentierten die Exponate aus dem Mittelalter.

Unter ungewöhnlichen Voraussetzungen fand der Ausstellungsbesuch der Meringer Realschüler statt. „Nicht die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler ihre komplette Schulgemeinschaft durch die Ausstellung führen, stellt die Herausforderung dar. Eine ähnliche Veranstaltung haben wir vor zwei Jahren schon einmal im Heimatmuseum Mering durchgeführt“, erklärt Andreas Jell, Geschichtslehrer an der Realschule Mering. Die Schwierigkeiten seien durch die Corona-Pandemie entstanden, denn im vergangenen Schuljahr habe das Wahlfach nicht stattfinden können. Dankenswerterweise habe Richard Fischer vom Haus der Bayerischen Geschichte einen Ersatztermin organisiert, doch sei die Vorbereitungszeit mit drei Wochen ziemlich kurz gewesen.

An vielen Nachmittagen seit Schuljahresbeginn hatten sich die elf Teilnehmer des Wahlunterrichts, Maximilian Grundler, Linda Gutmann, Anita Heinrich, Lilly Jordan, Sarah Leder, Lucy Musmann, Alina Pohorsky, Sven Reichelt, Katharina Schäffler, Theresa Urwank, Luis Wandt aus der achten bis zehnten Jahrgangsstufe intensiv mit den Themen der Landesausstellung befasst und die Ausstellung auch mehrfach besucht.
Bei den Besuchergruppen kam die Ausstellung gut an, wenngleich die Maskenpflicht eine besondere Herausforderung für Ausstellungsführer, aber auch für die Zuhörer darstellte, wie Laura Braunmüller aus der Klasse 8C vom Besuch in der Ausstellung berichtet: „Leider war es etwas umständlich mit der Maske, aber man konnte alles verstehen.“ Trotz der Anstrengung, über 40 Gruppen durch die Ausstellung zu führen, überwog die Freude: „Am meisten Spaß macht es mir, bei den Kleinen aus den fünften und sechsten Klassen, die mit großen Augen und offenem Mund die Ausstellungsstücke bestaunen“, beschreibt Theresa Urwank ihre Erfahrung.

Schulleiter Andreas Pimpl zeigte sich zufrieden: „Es freut mich, dass trotz der Einschränkungen durch die Pandemie die Exkursion durchgeführt werden konnte. Besonders stolz bin ich auf unsere Ausstellungsführerinnen und Ausstellungsführer, die durch ihr freiwilliges Engagement ihren Mitschülern ein lebendiges Bild des Lebens in einer mittelalterlichen Stadt vermittelten. Außerdem war es ein schönes Gemeinschaftserlebnis, insbesondere jetzt als Ersatz für den Wandertag.“ Weiter ergänzt Pimpl, dass man an der Realschule Mering die Hinführung an kulturelle Veranstaltungen auch als wichtigen Teil des pädagogischen Auftrags ansehe und man solch eine Gelegenheit nicht auslassen wolle. Die Erfahrung zeige, dass sicher wieder gut zehn Jahre verstreichen, bis die nächste Bayerische Landesausstellung in unserer Region stattfinden werde.

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