Keine generelle Stallpflicht für Geflügel mehr

Auch Geflügelmärkte sind wieder möglich. Hygieneregeln gelten weiter.

Veröffentlicht am 17.03.2017
Keine generelle Stallpflicht für Geflügel mehr

Gegen die Verbreitung des Vogelgrippevirus wurde im November für ganz Bayern eine Stallpflicht für Geflügel und ein Verbot von Märkten und Ausstellungen angeordnet. Nun hat das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbrauscherschutz das aktuelle Geflügelpestgeschehen neu beurteilt und die allgemeine Stallpflicht für ganz Bayern gelockert. Ab sofort gibt es nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht bei neuen Nachweisen der Geflügelpest. Damit sind bis auf weiteres auch wieder Ausstellungen und Märkte möglich. Eier können wieder als Freilandeier vermarktet werden.

Das Landratsamt Aichach-Friedberg hat diese Regelungen für den Landkreis umgesetzt und die Allgemeinverfügung vom November 2016 aufgehoben. Weiterhin gelten jedoch die besonderen Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen (bis 1.000 Tiere):
 
•    die Ställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern
•    die Ställe dürfen nur mit Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden, die nach Verlassen des Stalles unverzüglich abgelegt wird
•    hinterher sind Hände, Schuhe und Kleidung zu desinfizieren
•    Geflügelhalter sind verpflichtet, die Zahl von verendeten Tieren zu dokumentieren und vermehrte Todesfälle dem Veterinäramt zu melden
•    Betriebe, die zwischen 10 und 1.000 Tiere halten, müssen zudem werktäglich die Gesamtzahl der gelegten Eier erfassen

Diese Regelungen stammen aus der Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die noch bis 20. Mai gültig ist.