Tote Schafe bei Hollenbach: Verursacher ist wahrscheinlich ein Wolf

Das Landesamt für Umwelt ist beim weiteren Vorgehen federführend.

Bild von der Fotofalle, entstanden in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei Igenhausen.

27.07.2020

Das Landesamt für Umwelt ist für ganz Bayern die koordinierende Stelle beim Thema "Wild lebende Wölfe". Auf seiner Internetseite informiert das LfU ausführlich dazu (hier der Link).

Zu den aktuellen Vorkommnissen bei Hollenbach-Igenhausen hat das LfU folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

+++ Am Samstag, den 25.07.2020, wurden im Landkreis Aichach-Friedberg sechs tote und drei verletzte Schafe aufgefunden. Ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer hat die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Diese werden derzeit analysiert. Als Verursacher der Risse wird von Experten ein Wolf angesehen, der in der folgenden Nacht auf der betroffenen Weide mit einer automatischen Wildtierkamera aufgenommen werden konnte. Behörden, Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert. Zur Prävention erneuter Übergriffe auf Weidetiere wird die Förderkulisse zum Herdenschutz in Bayern umgehend auf die Gemeindegebiete im Umfeld des Ereignisses ausgeweitet. +++

Nutztierhalter, deren Weiden innerhalb der Kulisse liegen, können sich Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können ab sofort bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gestellt werden. Alle Informationen zu Fördermöglichkeiten und Anträgen finden Sie hier:
https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/244077/index.php

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt:
https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/ausgleichsfonds/index.htm

Hinweise zu Wolf, Luchs und Bär melden Sie bitte an das
Bayerische Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer, Tel. 09281 1800-4640
fachstelle-gb@lfu.bayern.de
https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/hinweise_melden/index.htm

 

Pressemitteilung Nr. 24/20 zum Download - PDF