Unterhaltsvorschuss: Verbesserungen rückwirkend zum 1. Juli

Alleinerziehenden wird empfohlen, noch im Juli einen Antrag zu stellen.

Veröffentlicht am 10.07.2017
Unterhaltsvorschuss: Verbesserungen rückwirkend zum 1. Juli

Alleinerziehende Elternteile profitieren von einer aktuellen Gesetzesänderung: Seit 1. Juli 2017 wird der sogenannte Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Der Unterhaltsvorschuss ist eine wichtige Leistung für alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Die bisherige Höchstbezugsdauer von maximal 72 Monaten wird für alle Kinder aufgehoben. Für Kinder nach Vollendung des 12. Lebensjahres ist zusätzlich Voraussetzung, dass sie nicht selbst auf Leistungen des Jobcenters (nach dem SGB II) angewiesen sind, oder dass der alleinerziehende Elternteil eigene Einkünfte in Höhe von mindestens 600 Euro brutto monatlich erzielen.

Das zugrundeliegende Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen und gegenwärtig steht noch kein konkretes Datum der Rechtskraft fest. Für Neufälle ist daher aktuell noch keine Bewilligung der Unterhaltsvorschussleistungen möglich. Im Gesetzentwurf ist aber in jedem Fall sichergestellt, dass die Verbesserung beim Unterhaltsvorschuss rückwirkend zum 01.07.2017 in Kraft tritt. Alleinerziehenden wird daher empfohlen, einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss nach den neuen Regelungen unbedingt noch im Juli 2017 beim Jugendamt des Landratsamtes zu stellen. Entscheidend für die rückwirkende Bewilligung ist, dass der Antrag im Juli 2017 im Jugendamt eingegangen ist.

Weitere Informationen gibt es beim Jugendamt des Landratsamtes Aichach-Friedberg (Fachbereich Unterhaltsvorschuss) unter www.lra-aic-fdb.de (Telefon: 08251/92-0).