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Flächendeckender Stromausfall

22.09.2022

Landrat unterzeichnet Sondereinsatzplan für den Landkreis

Nächster Schritt in der Vorbereitung auf einen möglichen flächendeckenden Stromausfall im Landkreis: Landrat Dr. Klaus Metzger und Boris Peter, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Verbraucherschutz im Landratsamt, unterzeichnen den Projektauftrag zur „Umsetzung des Sondereinsatzplanes Flächendeckender Stromausfall“. Stehend Kreisbrandinspektor Klaus Hartwig (rechts) und Sebastian Köberlein vom Landratsamt. (Bild © Landratsamt Aichach-Friedberg, Wolfgang Müller)

Ein flächendeckender Stromausfall – ein sogenannter „Blackout“ – ist ein Szenario, das auch den Landkreis Aichach-Friedberg treffen könnte. Im Landratsamt will man bestmöglich darauf vorbereitet sein, deshalb greifen dort schon seit einigen Monaten die Rädchen der verschiedenen Fachbereiche ineinander. Landrat Dr. Klaus Metzger hatte die Abteilung „Öffentliche Sicherheit“, federführend Kreisbrandinspektor Klaus Hartwig, beauftragt, einen „Sondereinsatzplan Flächendeckender Stromausfall“ zu erstellen, der bereits fertig ist.

Der Sondereinsatzplan (SEPL) beschreibt, was bei einem flächendeckenden Stromausfall innerhalb des Landkreises zu tun ist. Unter anderem geht es darum, wie die Kommunikation zwischen Behörden und Einrichtungen in einer solchen Situation funktionieren soll und wie Bürgerinnen und Bürger über den Verlauf informiert werden können. Um im Falle eines Stromausfalles weiter handlungsfähig zu sein, sind darin auch die breit gefächerten Vorbereitungen festgelegt, die vom Landratsamt, allen Gemeinden und den Betreibern von „Kritischer Infrastruktur“ getroffen werden müssen. Zu den „KRITIS“ gehören beispielsweise die Energie- und Wasserversorgung, der Verkehr, aber auch die medizinische Versorgung. Um die Betriebsbereitschaft zu erhalten, sind vor allem die vier Säulen Personalkonzept, Gebäudetechnik, Ressourcenbewertung und interne wie externe Kommunikation wichtig.

Landrat Dr. Klaus Metzger setzte diesen „Sondereinsatzplan Flächendeckender Stromausfall“ in Kraft. Zugleich unterzeichnete er gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Verbraucherschutz im Landratsamt, Boris Peter, den Projektauftrag zu dessen Umsetzung.

Vertreter des Landratsamtes, der Städte und Gemeinden im Landkreis werden sich somit ab sofort gemeinsam dem Ziel widmen, ein landkreisweit einheitliches System abzustimmen und einzuführen. Im Fall eines flächendeckenden Stromausfalles soll auf diese Weise die Betriebsbereitschaft der betroffenen Behörden und KRITIS aufrechterhalten werden. Leiter dieser Projektgruppe ist Boris Peter, weitere Mitglieder sind Kreisbrandrat Christian Happach, Kreisbrandinspektor Klaus Hartwig und Sebastian Köberlein vom Landratsamt. Die erste Sitzung der Projektgruppe wird es bereits Anfang Oktober geben.

Landrat Dr. Metzger unterstrich die Bedeutung dieses Projektes: „In diesen schwierigen Zeiten, in denen inzwischen sowohl die Bundes- wie auch die Landespolitik zunehmend vor Blackouts und deren Folgen warnen, bin ich froh, dass unser Landkreis frühzeitig mit dem nun vorliegenden Sondereinsatzplan, sowie der Installation der Projektgruppe schon konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht hat. Gemeinsam mit den Gemeinden und Notfallorganisationen werden wir uns bestmöglich für den Fall eines Blackouts wappnen, um die Funktionsfähigkeit behördlicher Einrichtungen und der Versorger zu erhalten. Mein besonderer Dank geht an Kreisbrandinspektor Klaus Hartwig für seine fachliche Federführung bei der Ausarbeitung.“