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Gesundheitsregionplus geht in die zweite Phase

21.12.2022

Ministerium gewährt Förderung für weitere fünf Jahre

Die Arbeit für die Gesundheitsregionplus kann im Landkreis fortgesetzt werden. Geschäftsstellenleiterin Christina Hüßner und Landrat Dr. Klaus Metzger freuen sich über den Zuwendungsbescheid für die zweite Förderperiode (Bild © Landratsamt Aichach-Friedberg, Wolfgang Müller).

Eine sehr erfreuliche Nachricht erreichte das Landratsamt vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die Gesundheitsregionplus wird für weitere fünf Jahre, von 2023 bis 2027, mit jährlich 50.000 Euro gefördert, die restlichen Kosten trägt der Landkreis.

Landrat Dr. Klaus Metzger: „Nach den schwierigen Pandemiejahren können wir jetzt die vielen wichtigen Themen in diesem Bereich gezielt angehen, um die so wichtige Entwicklung unserer Region im Gesundheitsbereich bestmöglich zu beeinflussen.“

Christina Hüßner ist seit knapp einem Jahr Geschäftsstellenleiterin für die Gesundheitsregionplus und wird diese Funktion auch in der kommenden Förderperiode weiter bekleiden: „Ich finde es beachtlich, was sich in diesem Jahr und „nach Corona“ bereits entwickelt hat. Ich sehe, wie viele Akteurinnen und Akteure sich für die Verbesserung der Gesundheit unserer Bürginnen und Bürger im Landkreis bereits einbringen und möchte die Vernetzung der Strukturen unbedingt weiter unterstützen“.

Die Gesundheitsregionplus ist ein Netzwerk aus fachlich kompetenten regionalen Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Gesundheitsvorsorge und -versorgung sowie die Pflege in der Region zu verbessern. Die Geschäftsstellenleiterin begleitet und koordiniert die Gruppen und Akteure, kümmert sich zudem um Informationstransfer, Bedarfsanalysen, Dokumentationen und Öffentlichkeitsarbeit.

Die erste Förderperiode der Gesundheitsregionplus lief von 2019 bis 2022. Der damalige Geschäftsstellenleiter Andreas Michel war vor allem mit dem Aufbau des Netzwerkes befasst. Die erste Corona-Welle führte aber bereits Anfang 2020 dazu, dass sowohl die Akteure als auch die Geschäftsstelle ganz überwiegend mit der Pandemiebewältigung beschäftigt waren. Erst ab Ende 2021 konnten die „ursprünglichen“ Themen und Aufgaben wieder aufgenommen und erste Arbeitsgruppentreffen abgehalten werden.

Aktuell betreut Hüßner vier Arbeitsgruppen – zwei aus dem Handlungsfeld Gesundheitsförderung und Prävention und jeweils eine Arbeitsgruppe aus den Handlungsfeldern Gesundheitsversorgung und Pflege. Die Arbeitsgruppen haben sich folgende Themenschwerpunkte gesetzt:

Arbeitsgruppe „Gesund aufwachsen“:
o Vernetzung und Aufbau von präventiven Angeboten zur Reduktion von psychischen Auffälligkeiten und Diagnosen bei Kindern und Jugendlichen.
o Entstigmatisierung und Abbau von Barrieren im Bereich der psychischen Krankheiten.

Arbeitsgruppe „Gesund älter werden“:
o Unterstützung eines niederschwelligen Zugangs zu Gesundheitsbildungs- und Präventionsangeboten für ältere Menschen zum Erhalt der biopsychosozialen Gesundheit.
o Förderung von Unterstützungsnetzwerken für Menschen mit Bewegungseinschränkungen zur Entlastung von pflegenden Angehörigen und ambulanten Pflegediensten.

Arbeitsgruppe „Gesundheitsversorgung“:
o Förderung attraktiver Beschäftigungsstrukturen und Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Gewinnung von medizinischen Fachkräften und Nachwuchs.
o Unterstützung bei der Optimierung des Patientenmanagements für eine effizientere Auslastung des medizinischen Versorgungssystems

Arbeitsgruppe „Fokus Pflege“:
o Förderung eines ganzheitlichen und gesunden Arbeitens für Pflegebeschäftigte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege.

Für 2023 plant Hüßner zusammen mit den Arbeitsgruppen in die Maßnahmenplanung einzusteigen.

Landrat Dr. Klaus Metzger als Vorsitzender der Gesundheitsregionplus, weiß um die Schwierigkeit, dass sich die Akteurinnen und Akteure zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit einbringen. „Für diesen Einsatz bedanken wir uns herzlich. Wir schätzen die Zusammenarbeit sehr und freuen uns, 2023 gemeinsam mit frischem Schwung in die zweite Förderperiode zu starten“.

Nähere Informationen zur Gesundheitsregionplus finden Sie hier.