Altbayern in Schwaben 2009

Inhaltsverzeichnis

Christian Knauer
Zum Geleit 6
Dr. Stephanie Berg-Hobohm Dr. Arne Schmid-Hecklau
Eine metallzeitliche Siedlung unter einer römischen Straße westlich von Adelzhausen 7
Dr. Gudrun Schmid
Aichachs Siedlungsbild aus archäologischer Sicht Neueste Erkenntnisse zu den Anfängen Aichachs im 12./.13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert 15
Dr. Christof Paulus
In castro Wintlinspach coram ministerialibus – Pfalzgraf Friedrich II. von Wittelsbach 20
Bettina Brühl M. A.
Gut ausgesottenes Fasspech für das herrschaftliche Brauhaus Pöttmes. Der Pechler Thaddäus Lefin in Gundelsdorf, ein Kleingewerbe zwischen privilegierter Forstnebennutzung und kriminellem Waldfrevel 34
Max Zinterer
Das Symbol mit dem Akanthushimmel zur Baugeschichte der Georgskirche in Stätzling 53
Dr. Hubert Raab
OMNIBUS IN OMNIBUS – Zur barocken Emblematik in der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Willprechtszell 73
Prof. Dr. Wilhelm Liebhart
Die Montgelas-Reform in der Provinz Das Landgericht Aichach 1807-87
Gabriele Raab Franz Riß
Die Hl. Communion feinstens ertheilt. Wie sich die Kleidung der Erstkommunionkinder in Todtenweis im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte 112 (siehe Leseprobe)
Horst Lechner
„Es lebe die Volksmusik“ - Heinrich Baronner zum 100. Geburtstag 135
Gerhard Mayer
Grüne Keiljungfer und Helm-Azurjungfer Europaweiter Schutz für zwei Libellenarten 150
 
Abkürzungsverzeichnis 158

 

Leseprobe

Die Kleidung der Erstkommunionkinder in Todtenweis

Die Feier der Erstkommunion ist für das Kind, die Familie, die kirchliche und weltliche Gemeinschaft ein wichtiges Fest. Die hohe Bedeutung dieses Tages ist in Todtenweis oft durch ein Erinnerungsbild, ein Foto, hervorgehoben worden. Die erhaltenen Bilder des 20. Jahrhunderts dokumentieren die Entwicklung von 1916 an, wo die Mädchen noch in bäuerlicher Tracht mit Schultertuch und dunklem Spenzer ihren Ehrentag feierten. Ab 1926 wandelte sich die Mode. Die Mädchen trugen erstmals weiße Kleider und als Kopfschmuck einen Rundkranz mit kleineren und größeren Stoffrosen. Auch bei den Anzügen der Buben änderte sich die Mode. 1928 trugen die Buben kurze Hosen und 1930 vervollständigte eine Schirmmütze die Kommunionkleidung. 1937 trugen die Buben Anzüge mit Matrosenkrägen und auch diese Mode änderte sich noch öfters bis 2007. Die Kommunionkerzen von 1916 waren dünn, lang und wenig verziert und wurden im Laufe der Zeit immer aufwändiger und ab den 1980er Jahren gestalteten die Kinder nun ihre Kerzen selbst.

Gabriele Raab und Franz Riß erklären anhand vieler Bilder in ihrem Artikel „Die hl. Communion feinstens ertheilt“ – Wie sich die Kleidung der Erstkommunionkinder in Todtenweis im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte.