Nachhaltigkeit

Das Thema Klimaschutz wird stets vom Begriff der Nachhaltigkeit begleitet. Denn nur eine – aus ökologischer Sicht nachhaltige – Vorgehensweise kann das Klima schützen. Die Nachhaltigkeitsbetrachtung berücksichtigt dabei den gesamten Lebenszyklus eines Produktes, inklusiver aller positiven und negativen Auswirkungen.

Der Begriff wurde im Forstwesen geboren, und dort findet sich auch das beste Beispiel: Ein Wald der nicht nachhaltig bewirtschaftet wird, also dem mehr entnommen wird als nachwächst, der bietet folgenden Generationen keinen ausreichenden Ertrag mehr.

Für den Klimaschutz bedeutet das ebenfalls, nur zu verbrauchen was nachkommt. Ob es sich dabei um Rohstoffe handelt die energetisch genutzt werden, oder die Umwelt die nicht über ein verträgliches Maß belastet werden darf, überall sollte stets die Nachhaltigkeit als Maß angenommen werden.

Die Nachhaltigkeit wird heutzutage als dreigliedriges System verstanden, neben der ökologischen gibt es die ökonomische und soziale Komponente. Je nach Verständnis spielen diese Komponenten zusammen, dürfen sich nicht überschneiden, oder stehen parallel.

Die Bedeutung dieses Begriffs für Unternehmen und Politik liegen darin, dass man sich stets bewusst sein muss dass nicht-nachhaltiges Handeln direkt oder indirekt zu Nachteilen führt. Beispielsweise werden jetzt bereits sehr starke Auswirkungen des Klimawandels spürbar, die finanziell aber auch sozial große Schäden anrichten. Direkte Probleme bereiten beispielsweise die teilweise unüberlegte Vorgehensweise mit Produktion von Energiepflanzen und der Nutzung von Gärresten aus Biogas, welche aktuell zu hohen Belastungen der Gewässer führen. In manchen Regionen ist heute schon eine starke Belastung des Trinkwassers zu verzeichnen, auch Tiere und Pflanzen spüren diese Veränderungen sehr. Eine an sich sinnvolle Technologie wurde oftmals aus wirtschaftlichen Gründen ohne Rücksichtnahme auf die Nachhaltigkeit angewandt.

Beim Thema Klimaschutz spielt deshalb die Betrachtung der Nachhaltigkeit eine große Rolle, weil sie nicht nur Indikator für die Sinnhaftigkeit einer Technologie oder Verhaltensweise bietet, sondern auch Grenzen aufzeigt, die aus rein ökologischer Sicht nicht immer zu sehen sind.