Schulsozialarbeit im Sinne des KJHG (SGB VIII)

Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe und in deren Sinne mit präventiver Grundausrichtung. Die basale Erkenntnis, dass eine frühzeitige Vermittlung von qualifizierten Hilfsangeboten pädagogisch effektiver und damit ökonomisch effizienter ist, stellt die Grundlage dieses Gedankens dar.

Schulsozialarbeit soll demnach nicht erst tätig werden, wenn aufgrund verschiedenster Benachteiligungen SchülerInnen ausgegrenzt und stigmatisiert wurden, sondern sie soll eben diese Devianzen mittels individuell konzipierter Projekte und Einzelfallhilfen rechtzeitig kompensieren, bevor gravierende Problemlagen entstehen.

Diese präventive Ausrichtung wird als Grundlage bei der Bedarfserhebung und Konzeptionierung von entsprechenden Projekten dienen.

Innovative Schulsozialarbeit - mehr als die Verortung eines Schulsozialarbeiters

Die Koordinationsstelle Schulsozialarbeit macht sich zur Aufgabe, sinnvolle und effektive konzeptionelle Lösungen für die individuellen Problematiken an den verschiedenen Schulen vorzuschlagen. Dabei muss die Installation eines Schulsozialarbeiters nicht zwingende Notwendigkeit darstellen. Die Durchführung von schulbezogenen Projekten, Weiterbildung von Schülern bzw. Lehrern (z.B. Mediation) und die Einrichtung von letztendlich selbstverwalteten Schülertreffs an den Schulen sind einige Beispiele, welche durchaus zur Verbesserung des "Schulklimas" beitragen können und nur geringen personellen und damit finanziellen Aufwand erfordern.

So genannte Schulumfeldgruppen, also lokale Projekt- oder Arbeitsgemeinschaften, welche gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen durchführen bzw. regionale Hilfsangebote thematisieren und Vereinbarungen für die Zusammenarbeit setzen, können als schulbezogene Angebote genützt werden. In diesem Zusammenhang kann eine engere Vernetzung der bestehenden Jugendhilfeprojekte im Landkreis die Angebotspalette deutlich verbreitern.

Dies sind selbstverständlich nur Beispiele einer sehr großen Palette möglicher Interventionsformen. Die Koordinationsstelle Schulsozialarbeit sieht, neben der bedarfsgerechten Installation von Schulsozialarbeitern an Schulen, die Vernetzung solcher bestehenden Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die Initiative zur Gründung neuer Arbeitskreise und deren fachliche Unterstützung und Begleitung als ein wichtiges Arbeitsfeld im Rahmen der Schulsozialarbeit.

Schließlich stellt die enge Zusammenarbeit der KSS mit anderen Abteilungen des Kreisjugendamtes eine erhebliche Optimierung der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule dar.