Ukraineflüchtlinge im Landkreis

 

 

 

 

Kontakt im Landratsamt

Für die „Ukraine-Themen“ steht das Landratsamt mit folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

Am Wochenende sind diese Telefone nicht besetzt, allerdings wird unser Ukraine-Mailpostfach ständig überprüft. Also wird auch in dringenden Fällen am Wochenende gebeten eine Mail an ukraine [at] lra-aic-fdb [dot] de zu senden.

 

Wichtige Links

Hilfreiche Infos (auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Englisch) gibt es auch auf den Seiten des

 

Hier finden Sie eine Übersicht von Beratungsstellen im Landkreis für Geflüchtete und Helfende.

 

Aktuelle Themen

1. Juni 2022

Ukraine-Sprechstunde nur noch mittwochs – entfällt am 8. Juni
Da die Zahl der Neuzugänge aus der Ukraine erheblich zurückgegangen ist, findet die Ukraine-Sprechstunde im Landratsamt künftig nur noch mittwochs von 14 bis 16 Uhr statt und nicht mehr wie bisher montags und mittwochs. Am 8. Juni entfällt die Sprechstunde. Natürlich können Geflüchtete aus der Ukraine auch künftig zu den Öffnungszeiten in das Landratsamt zur Ausländerbehörde kommen.

 

Leistungen jetzt vom Jobcenter
Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis Aichach-Friedberg haben ihre Leistungen bisher nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und damit von der Ausländerbehörde im Landratsamt bezogen. Zum 1. Juni gibt es eine bundesweite Rechtsänderung, den sogenannten „Rechtskreiswechsel“. Leistungen für Geflüchtete aus der Ukraine regelt nun nicht mehr das Asylbewerberleistungsgesetz, sondern das Sozialgesetzbuch (SGB) II bzw. XII. Ausbezahlt werden diese vom Jobcenter Wittelsbacher Land, in deutlich weniger Fällen, bei allen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht erwerbsfähig sind, durch das Sozialamt im Landratsamt. Da der Zuständigkeitswechsel mit einem deutlichen Aufwand für die beteiligten Stellen verbunden ist, gibt es eine Übergangsfrist.

Um den Wechsel möglichst reibungslos zu gestalten, hat die Ausländerbehörde in den vergangenen Wochen die Geflüchteten über die rechtliche Änderung informiert, auch in ukrainischer und russischer Sprache. Per Übertragserklärung der persönlichen Daten an das Jobcenter erklären sich die Betroffenen damit einverstanden, dass die Angaben zum Leistungsbezug von der Ausländerbehörde an das Jobcenter bzw. das Sozialamt weitergegeben werden. Somit ist keine erneute Antragstellung mehr erforderlich. Die Erklärung ist natürlich freiwillig. Wer eine solche nicht abgeben möchte, kann stattdessen auch selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde – Jobcenter oder Sozialamt – stellen.

Die Übertrags- oder Einverständniserklärung kann hier auf der Website des Landratsamtes heruntergeladen werden.

Etwa drei Viertel der Geflüchteten haben die Übertragungserklärung bisher zurückgesandt und für den Monat Juni bereits Leistungen vom Jobcenter bzw. dem Sozialamt erhalten. Aufgrund der Vielzahl der Fälle war es jedoch noch nicht möglich, für alle Betroffenen den Leistungsübergang bereits im Juni zu vollziehen. Die gesetzliche Regelung sieht hier eine Übergangsfrist bis 31. August vor. Die Betroffenen erhalten in dieser Zeit weiterhin Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und bekommen die darüberhinausgehenden Leistungen nachträglich durch das Jobcenter bzw. das Sozialamt erstattet.

Diejenigen, die die entsprechende Übertragungserklärung bislang noch nicht übersandt haben, werden in den kommenden Tagen nochmals angeschrieben und informiert.

Sofern allerdings bis zum 31. August keine Übertragserklärung bei der Ausländerbehörde eingereicht, als auch kein Antrag beim Jobcenter bzw. Sozialamt gestellt wurde, endet die Sozialleistungsgewährung.

Sofern es in einzelnen Fällen zu Problemen kommt und die Betroffenen – trotz Vorliegen der Voraussetzungen – keine Leistungen erhalten haben, bittet das Landratsamt die Betroffenen darum, sich telefonisch oder per Mail zu melden (Telefon 08251/92-4919; E-Mail: ukraine [dot] leistungen [at] lra-aic-fdb [dot] de).

Krankenversicherung
Das Jobcenter meldet die Betroffenen bei einer Krankenkasse ihrer Wahl an und hat dafür jeweils eine Rentenversicherungsnummer beantragt. Die Vergabe der Nummer durch die Rentenversicherung kann allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Sollten die Betroffenen in der Zwischenzeit erkranken, können sie sich mit dem Leistungsbescheid des Jobcenters an die gewählte Krankenkasse wenden und danach einen Arzt aufsuchen.

 

Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs
Bundesweit konnten Geflüchtete aus der Ukraine bislang ohne Ticket den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen. Mit dem Start des 9-Euro-Tickets endete diese Regelung. Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) schließt sich hier der Empfehlung des Verbandes der Deutschen Verkehrsunternehmen an. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Bundesregierung inzwischen weitreichende Maßnahmen zur Unterstützung der Geflüchteten im Rahmen der Grundsicherung getroffen hat. Hierzu zählen insbesondere finanzielle Hilfen, die auch Leistungen für den ÖPNV umfassen. Hiermit wird eine Gleichbehandlung aller Personen in der Grundsicherung gewährleistet. Das 9-Euro-Ticket berechtigt zur bundesweiten Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs. Kinder unter sechs Jahren benötigen generell kein Ticket im ÖPNV.

 

25. Mai 2022

Freifahrt für ukrainische Geflüchtete im ÖPNV nur noch bis zum 31. Mai

Bundesweit konnten Geflüchtete aus der Ukraine bislang ohne Ticket den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen. Mit dem Start des 9-Euro-Tickets wird diese Regelung nun enden. Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) folgt damit der Empfehlung des Verbandes der Deutschen Verkehrsunternehmen an, die unentgeltliche Beförderung von ukrainischen Geflüchteten in den Bussen und Bahnen des öffentlichen Personennahverkehrs zum 31. Mai 2022 auslaufen zu lassen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Bundesregierung inzwischen weitreichende Maßnahmen zur Unterstützung der Geflüchteten im Rahmen der Grundsicherung getroffen hat. Hierzu zählen insbesondere finanzielle Hilfen, die auch Leistungen für den ÖPNV umfassen. Daher ist es angemessen, die Freifahrten-Regelung nun enden zu lassen. Hiermit wird eine Gleichbehandlung aller Personen in der Grundsicherung gewährleistet.

Ab dem 1. Juni dieses Jahres steht mit dem von der Bundesregierung beschlossenen 9-Euro-Ticket eine sehr preisgünstige Alternative zur Verfügung. Der Kauf dieses Tickets berechtigt zur bundesweiten Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs. Kinder unter sechs Jahren benötigen generell kein Ticket im ÖPNV.

 

7. April 2022

Anzahl ukrainischer Flüchtlinge im Landkreis steigt derzeit nur langsam
Ziemlich genau 1.120 ukrainische Flüchtlinge leben aktuell im Landkreis Aichach-Friedberg und sind im Ausländerzentralregister erfasst. Die Zahl stieg damit zuletzt nur langsam an. Knapp die Hälfte davon ist auch bereits über „PIK“, also biometrisch, registriert. Für kommende Woche ist dem Landratsamt von der Regierung von Schwaben die Zuteilung von weiteren 22 Flüchtlingen angekündigt.

Unter den hier lebenden Flüchtlingen aus der Ukraine sind im Moment 232 Kinder und Jugendliche, die Schulen im Wittelsbacher Land besuchen. Dort sind sie in Klassen ihres Jahrgangs eingegliedert und erhalten zusätzlichen Deutschunterricht.

 

Weitere Aufgabe für die Landratsämter: Zusätzliche Registrierung
Der Ausländerbehörde im Landratsamt wird ab Montag eine weitere Aufgabe übertragen. Alle ukrainischen Flüchtlinge werden bislang im Ausländerzentralregister erfasst und im „PIK-System“ biometrisch registriert. Zum Überblick für eine gerechte Verteilung auf die Landkreise und kreisfreien Städte führten die Bezirksregierungen bislang zudem eine Registrierung in einer eigenen Software („EASY“) durch. Diese wird nun bundesweit durch eine neue Software („FREE“) ersetzt, die Erfassung sollen die Landratsämter übernehmen. In den bayerischen Landratsämtern sorgt der Zeitpunkt der Software-Umstellung für wenig Begeisterung. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausländeramt haben auch jetzt schon mehr als nur alle Hände voll zu tun, um sämtliche notwendigen Schritte des Verfahrens für alle Geflüchteten, die zu uns kommen, abzuwickeln. Genau in dieser Phase auch noch die Software zu wechseln, ist sicher alles andere als ideal“, sagt dazu Landrat Dr. Klaus Metzger. „Aber, wie immer, werden die Kolleginnen und Kollegen das dank höchstem Einsatz wieder gut meistern.“

 

Wohnraumbörse für private Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen füllt sich
Vergangene Woche ist die „Wohnraumbörse“ als private Vermittlungsplattform von Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge an den Start gegangen. Stand Mittwochnachmittag wurden dort bereits insgesamt 24 Betten angeboten, über den ganzen Landkreis verteilt. Es handelt sich dabei um eine rein private und nicht um eine behördlich organisierte Wohnraumvermittlung. Die Wohnraumbörse findet sich auf der Ukraine-Seite des Landratsamtes (www.lra-aic-fdb.de/ukraine), unter „Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine“. Wer Wohnraum anbieten möchte, kann sich dort eintragen. Auf Mobilgeräten funktioniert die Wohnraumbörse über die INTEGREAT-App, die in den App-Stores verfügbar ist.

Bei Fragen zur privaten Wohnraumvermittlung steht das Team der Ausländerbehörde im Landratsamt unter Telefon 08251/92-4817 selbstverständlich weiterhin zur Verfügung. Alle neu ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten zunächst einen Platz in einer vom Landkreis bereitgestellten Unterkunft.

 

22. April 2022

Landkreis unterstützt die Tafeln
Die Tafeln sind derzeit auch für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen eine enorm wichtige Anlaufstelle. Das führt teileweise zu echten Engpässen bei der Versorgung. Landrat Dr. Klaus Metzger hat deshalb veranlasst, dass die drei Tafeln im Landkreis, in Aichach, Friedberg und Mering, mit insgesamt 15.000 Euro unterstützt werden. „Wir wissen, wie wichtig das Angebot der Tafeln für einige Menschen im Landkreis ist, momentan sind auch viele der ukrainischen Flüchtlinge darauf angewiesen. Deshalb wollen wir die Tafeln in ihrer so wertvollen Arbeit kurzfristig mit einer Spende unterstützen“, so Landrat Dr. Klaus Metzger. Das Geld stammt aus einem Nachlass an den Landkreis, versehen mit der Maßgabe, es „ausschließlich an Bedürftige“ weiterzugeben.

Spendenübergabe bei der Meringer Tafel mit der Leiterin Ingrid Engstle, ihrem Mann Johann, Bernd Burkhart (Leiter der Hauptverwaltung im LRA) und Landrat Dr. Klaus Metzger (Foto © Landratsamt Aichach-Friedberg, Thomas Worsch).

 

 

Wohnraumbörse für private Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen
Die rund 1.100 Geflüchteten aus der Ukraine, die inzwischen im Landkreis leben, sind zum Teil in vom Landratsamt angemieteten Unterkünften untergebracht. Der deutlich größere Teil wohnt in privaten Unterkünften, teils als Gast, teils als Mieter. Auch beim Landratsamt haben sich viele Menschen gemeldet, die privaten Wohnraum zur Verfügung stellen wollen. Nun steht dafür die „Wohnraumbörse“ als private Vermittlungsplattform zur Verfügung. Personen, die Wohnraum anbieten möchten, können auf dieser Plattform ihre Angebote (insbesondere Art der Unterbringung, Dauer, Kosten usw.) veröffentlichen. Sobald die ersten Wohnungen dort angeboten werden, können sich Geflüchtete auf dieser Plattform erkundigen und sich direkt mit den Anbietenden in Verbindung setzen. Es handelt sich dabei um eine rein private und nicht um eine behördlich organisierte Wohnraumvermittlung. Diejenigen, die sich bislang beim Landratsamt gemeldet haben, erhalten in den nächsten Tagen hierzu eine E-Mail mit der Bitte, ihr Angebot – sofern es weiterhin zur Verfügung steht – zu erneuern.

Die Wohnraumbörse findet sich auf der Ukraine-Seite des Landratsamtes (www.lra-aic-fdb.de/ukraine), unter „Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine“. Wer Wohnraum anbieten möchte, kann sich dort eintragen, nach und nach werden dann auch Unterkünfte für die Suchfunktion zur Verfügung stehen. Auf Mobilgeräten funktioniert die Wohnraumbörse über die INTEGREAT-App, die in den App-Stores verfügbar ist.

Bei Fragen zur privaten Wohnraumvermittlung steht das Team der Ausländerbehörde im Landratsamt unter Telefon 08251/92-4817 selbstverständlich weiterhin zur Verfügung. Alle neu ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten zunächst einen Platz in einer vom Landkreis bereitgestellten Unterkunft.

 

Jobcenter übernimmt Leistungen für ukrainische Flüchtlinge ab 1. Juni
Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland erhalten aktuell Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Auf Bundesebene wurde nun beschlossen, dass ab 1. Juni Schutzsuchende aus der Ukraine stattdessen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II erhalten sollen. Das hat zur Folge, dass im Landkreis diese Leistungen dann nicht mehr über das Landratsamt, sondern über das Jobcenter Wittelsbacher Land in Aichach (Hauptstraße 2) gewährt werden. Damit der Übergang möglichst reibungslos klappt, werden die beim Landratsamt gemeldeten ukrainischen Flüchtlinge in den nächsten Tagen von dort angeschrieben.

 

20. April 2022

PIK-Registrierung nun ausschließlich im Landratsamt

„PIK“ nennt sich die Registrierungssoftware, mit der die ukrainischen Flüchtlinge deutschlandweit erfasst werden sollen, zusätzlich zur Registrierung im Ausländerzentralregister. Bislang konnte diese in der ANKER-Einrichtung in der Aindlinger Straße in Augsburg oder im Landratsamt durchgeführt werden. Ab sofort findet sie für alle ukrainischen Flüchtlinge, die im Landkreis wohnen, in der Außenstelle des Landratsamts, im Kreisgut Aichach, statt, eine Erleichterung für die Flüchtlinge. Sie werden von der Ausländerbehörde automatisch zu einem Termin eingeladen, bei dem die Biometrie-Daten inklusive Fingerabdrücke erfasst und ein biometrisches Foto erstellt werden. Erst nach dieser formalen Registrierung kann eine Aufenthaltserlaubnis mittels eines elektronischen Aufenthaltstitels erteilt werden. Diese Registrierung ist einigermaßen aufwendig, dauert etwa 30 Minuten pro Person. Bis zur Einladung zu diesem Termin kann einige Zeit vergehen, das Landratsamt bittet dafür um Verständnis.

Damit die ukrainischen Flüchtlinge die Einladung zu diesem Termin und auch sonstige Post bekommen, bittet das Landratsamt alle Bürger, die privat ukrainische Flüchtlinge aufgenommen haben, diese auch auf ihre Briefkastenbeschriftungen aufzunehmen.

Sporthalle Friedberg wird nicht mehr zur Erstaufnahme benötigt
Die landkreiseigene Sporthalle am Friedberger Gymnasium war Mitte März für die Erstaufnahme ukrainischer Flüchtlinge eingerichtet worden. Zu dieser Zeit kamen teilweise mehrere Busse mit Flüchtlingen pro Woche im Landkreis an. Inzwischen ist klar, dass die Halle für diesen Zweck in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt wird und Flüchtlinge im Landkreis auch anderweitig gut untergebracht werden können. Am Samstag wird die Halle deshalb mit Hilfe von BRK und THW wieder ausgeräumt, Anfang der Woche wird der Belag, der den Boden schützte, herausgenommen. Ab Mitte der Woche steht die Sporthalle dann wieder Schule und Vereinen zur Verfügung. Landrat Dr. Klaus Metzger dankte der Schule und den Vereinen für deren Verständnis und allen Helferinnen und Helfern die Unterstützung.

19. April 2022

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Sprechstunde für Geflüchtete durch Landratsamt und Arbeitsagentur

Eine Sprechstunde für Geflüchtete aus der Ukraine, mit Dolmetscher, bietet das Landratsamt jeden Montag und Mittwoch, nachmittags. An jedem Mittwoch wird künftig auch die Agentur für Arbeit im Landratsamt den ukrainischen Flüchtlingen für ein Beratungsgespräch bezüglich der beruflichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, erstmals am 20. April, von 14 bis 16 Uhr. Dieses Angebot bleibt erst einmal bis Ende Mai bestehen. Natürlich können sich die Geflüchteten auch online oder direkt bei der Agentur für Arbeit in Augsburg beraten lassen, das Angebot im Landratsamt ist eine Ergänzung dazu.

Pro Beratung werden etwa 30 bis 40 Minuten angesetzt, deshalb kann an einem Beratungsnachmittag nur eine begrenzte Zahl von Interessierten beraten werden. Sofern großes Interesse besteht, könnte das Angebot künftig ausgeweitet werden.

Im besten Fall bringen die Betroffenen zur Beratung bereits einen ausgefüllten Fragebogen mit. Den Fragebogen und weitere Informationen der Arbeitsagentur für Geflüchtete aus der Ukraine sind auf der Homepage der Agentur für Arbeit zu finden unter arbeitsagentur.de (Direktlink: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/augsburg/hilfe-fur-gefluchtete-aus-der-ukraine).

 

6. April 2022

Mehr als 1000 ukrainische Flüchtlinge im Landkreis 

Nach den letzten Registrierungen und der heutigen Sprechstunde im Landratsamt, sind aktuell erstmals über 1.000 Flüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis erfasst, darunter 90 Kinder zwischen bis zu fünf Jahren sowie 277 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren. Das Interesse an der Sprechstunde mit Dolmetscher ist übrigens gleichbleibend hoch: jeweils 50 bis 75 Personen kommen pro Termin ins Landratsamt, immer montags und mittwochs an den Nachmittagen. 

  

 

Alternatives Konzept zur privaten Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge 

Der Angriffskrieg auf die Ukraine lässt auch die Menschen bei uns im Landkreis nicht unberührt. Viele wollen helfen und sich engagieren. So liegen der Ausländerbehörde zahlreiche Angebote von Bürgerinnen und Bürgern vor, die geflüchtete Menschen privat bei sich aufnehmen möchten. 

Leider ist dies juristisch nicht immer ganz unkompliziert, beispielsweise können kinder- und jugendschutzrechtliche Aspekte tangiert werden. Da zudem davon auszugehen ist, dass die Menschen aus der Ukraine länger als nur einige Wochen im Wittelsbacher Land bleiben, ist dem Landratsamt an einer langfristigen Unterbringungslösung gelegen. So sollen den durch die Flucht bereits stark belasteten Familien weitere Unannehmlichkeiten und Unsicherheiten erspart werden.  

Aus den genannten Gründen wird die Ausländerbehörde selbst künftig keine privaten Wohnungsangebote mehr an ukrainische Flüchtlinge vermitteln. Stattdessen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes aktuell an einer Plattform, auf der sich Anbieter von privatem Wohnraum und Geflüchtete auf Unterkunftssuche eigeninitiativ vernetzen können.  

„Wir sind überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung und möchten auf jeden Fall sicherstellen, dass private Angebote den Kriegsflüchtlingen uneingeschränkt zugänglich bleiben. Ein neues Konzept, wie das möglich sein wird, stellen wir in den nächsten Tagen vor“, so Landrat Dr. Klaus Metzger. Bei Fragen zur privaten Wohnraumvermittlung steht das Team der Ausländerbehörde selbstverständlich weiterhin zur Verfügung. Alle neu ankommenden Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten zunächst einen Platz in einer vom Landkreis bereitgestellten Unterkunft.  

  

 

Neue Förderung für die Integration ukrainischer Kinder und Jugendliche  

Der Landkreis Aichach-Friedberg unterstützt Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, die aus der Ukraine geflohen sind. Auch viele Kinder und Jugendliche sind auf der Flucht aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine bei uns im Landkreis Aichach-Friedberg angekommen, um hier Schutz und Sicherheit zu erhalten. Diese Kinder und Jugendlichen sollen nun dabei unterstützt werden, im Landkreis Aichach-Friedberg ein gutes Ankommen zu erleben und sich willkommen zu fühlen. Besonders durch die Teilhabe an Angeboten im Freizeitbereich mit vielfältigen Aktionen oder Projekten kann das Ankommen vor Ort erleichtert werden. Mithilfe einer finanziellen Förderung will der Landkreis Aichach-Friedberg dazu motivieren, dass es mehr entsprechende Angebote gibt.  

Anerkannte Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Vereine sowie die Gemeinden des Landkreises und deren anerkannte Helferkreise können nun bei Bedarf finanzielle Zu-wendungen für Freizeitangebote erhalten. Bereits bestehende Freizeitangebote können damit für ukrainische Kinder und Jugendliche verbilligt oder kostenlos angeboten werden. Zudem sollen auch neue Freizeitangebote für ukrainische Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen werden.  

Landrat Dr. Klaus Metzger setzt auf einen positiven Effekt der Förderung und hofft auf viele neu entstehende Projekte und Freizeitangebote im Landkreis: „Die aus der Ukraine geflüchteten Kinder und Jugendlichen brauchen dringend wieder positive Erfahrungen und Erlebnisse im Kreis von Gleichaltrigen. Dies kann durch spannende Aktionen wie beispielsweise ein Besuch im Zoo oder im Freizeitpark gelingen.“  

Die Förderrichtlinie sowie der Antrag sind im Internet unter https://lra-aic-fdb.de/ukraine/orientierungshilfen-fuer-eltern/ zu finden. Als Ansprechpartnerin berät Sabine Kapfhamer, Bildungsbüro, Telefon 08251/924864 oder per E-Mail an sabine [dot] kapfhamer [at] lra-aic-fdb [dot] de. 

 

4. April 2022

Trösterbären für geflüchtete Kinder aus der Ukraine
Meringer Faschingskomitee Lach Moro e.V. übergibt Spende im Landratsamt

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ist ungebrochen. Auch das FKM Faschingskomitee Mering e.V. „Lach Moro“ engagiert sich – und möchte vor allem den Kleinsten ein wenig Freude und Trost schenken. Letzte Woche übergaben Präsident Benjamin Gottwald, sein Vize Johannes Gottwald und Andreas Schelle im Landratsamt rund 150 Trösterbären an Simone Losinger, Leiterin der Ausländerbörde. Sie wird die Plüschtiere mit ihrem Team an die kleinen Neuankömmlinge verteilen.

Landrat Dr. Klaus Metzger weiß um die Bedeutung der Spende: „Gerade die Jüngsten, die ihr gewohntes Umfeld und ihre geliebten Spielsachen so plötzlich hinter sich lassen mussten, freuen sich ungemein über ein solches Geschenk. Die Trösterbären des FKM Lach Moro geben ihnen ein wenig Halt in dieser schweren Zeit und sind eine willkommene Abwechslung. Danke an euch, liebe FKMler – für die schöne Idee und dafür, dass wir auf eure Unterstützung zählen können.“

31. März 2022

Altbau des AWO-Heims in Aichach wird Flüchtlingsunterkunft
In sehr guten und unkomplizierten Gesprächen haben sich das Landratsamt und die AWO Schwaben darauf verständigt, dass der Altbau des AWO-Seniorenheims in Aichach schon bald als Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge genutzt werden kann. Baurechtlich sind alle wichtigen Fragen geklärt. Das Gebäude wird für drei Jahre angemietet. In der kommenden Woche steht der Umzug des Seniorenheims in den Neubau an, dann könnten relativ schnell die Räume von den ersten Flüchtlingen bezogen werden. Das Gebäude bietet Platz für 200 bis 250 Menschen.

Landrat Dr. Klaus Metzger freut sich sehr über das Zustandekommen: „Ich danke der AWO Schwaben für die unkomplizierte, zielorientierte Zusammenarbeit, gleichfalls der Stadt Aichach und den beteiligten Stellen am Landratsamt. Ich bin eingestandenermaßen begeistert, wie schnell auch große Projekte realisiert werden können, wenn alle Seiten vor allem das Wohl der malträtierten Menschen im Blick haben. Vergelt’s Gott!“

 

Impfaktion mit Dolmetschern für Ukrainisch am Samstag
Geflüchtete aus der Ukraine ab 12 Jahren können sich an allen Öffnungstagen der Impfzentren und bei mobilen Impfaktionen impfen lassen. Es wird darum gebeten, einen Identitätsnachweis (z. B. Ausweis) mitzubringen. Am Samstag, 2. April, werden von 10 bis 17 Uhr zudem sowohl im Impfzentrum Dasing als auch im Impfzentrum Kissing Dolmetscher für Ukrainisch anwesend sein. Informationen zur COVID-19 Impfung können auf www.corona-aic-fdb.de/impfen/ in zahlreichen Sprachen (auch auf Ukrainisch und Russisch) abgerufen werden.
Natürlich können auch alle anderen Personen ab 12 Jahren am 2. April in den Impfzentren geimpft werden.

 

 

Kontakt im Landratsamt
Für die „Ukraine-Themen“ stehen im Landratsamt folgende Telefonnummern zur Verfügung:

• Unterbringung Tel. 08251 92-4817
• Ausländerrecht & Registrierung Tel. 08251 92-4918
• Asylleistungen & Krankenversicherung Tel. 08251 92-4919

Am Wochenende sind diese Telefone nicht besetzt, allerdings wird unser Ukraine-Mailpostfach ständig überprüft. Also wird auch in dringenden Fällen am Wochenende gebeten eine Mail an ukraine [at] lra-aic-fdb [dot] de zu senden.

 

30. März 2022

 

Landrat sieht Verteilung der ukrainischen Flüchtlinge weiterhin kritisch
Im Moment sind im Landkreis Aichach-Friedberg etwas über 800 ukrainische Flüchtlinge erfasst. Bei der Verteilung weiterer Flüchtlinge auf bayerischer Ebene werden dem Landkreis aber nur die 182 Flüchtlinge angerechnet, die aktuell in den vom Landratsamt angemieteten Unterkünften untergebracht sind. Alle anderen wohnen privat. „Das spiegelt in keiner Weise die Realität und eine gleichmäßige Verteilung wider, denn diejenigen, die privat wohnen, müssen ebenfalls integriert, mit Leistungen versorgt und mittelfristig auch etwa in Kitas usw. aufgenommen werden. Es steht auch im Widerspruch zur gängigen Praxis, denn bei den allen anderen Asylbewerbern und Anerkannten werden diejenigen, die in privaten Wohnungen leben, bei der Quote mit berücksichtigt“, kritisiert Landrat Dr. Klaus Metzger. „Zudem werden damit die ländlichen Gebiete erheblich benachteiligt, weil es meiner Einschätzung nach gerade dort, wo größere Häuser und Wohnungen zur Verfügung stehen, wohl mehr Menschen gibt, die jemanden privat aufnehmen. Und es muss berücksichtigt werden, dass zumindest ein Teil derer, die jetzt privat unterkommen, früher oder später Unterkunft oder Wohnraum brauchen werden.“.

„PIK-Registrierung“ am Landratsamt gestartet
„PIK“ nennt sich die Registrierungssoftware, mit der die ukrainischen Flüchtlinge deutschlandweit erfasst werden sollen, zusätzlich zur Registrierung im Ausländerzentralregister. „PIK“ steht für Personalisierungsinfrastrukturkomponenten und ist eine Registrierung samt biometrischen Fotos und Fingerabdrücken. Diese Registrierung dauert pro Person zwischen 30 und 45 Minuten. Die Aufgabe der PIK-Registrierung ist dem Landratsamt zusätzlich übertragen worden, seit Dienstag ist es mit zwei geeigneten Geräten ausgestattet. Am Mittwoch wurden die ersten zwölf Registrierungen durchgeführt. Alle ukrainischen Flüchtlinge werden nun nach und nach zu dieser Registrierung ins Landratsamt eingeladen, erhalten dazu einen Termin mit der Post. Damit die Einladungen zugestellt werden können, bittet das Landratsamt alle Bürger, die privat ukrainische Flüchtlinge aufgenommen haben, diese auch auf ihre Briefkastenbeschriftungen aufzunehmen.

Rund 100 ukrainische Schülerinnen und Schüler an den Schulen im Landkreis
Bislang sind 98 ukrainische Kinder und Jugendliche als Schülerinnen und Schüler an Schulen im Landkreis angemeldet. Im Unterricht stehen zunächst das Deutschlernen und praktische Dinge im Vordergrund, teilweise nehmen sie auch bereits am regulären Unterricht teil. Unter der Leitung des Staatlichen Schulamts wurde eine Steuergruppe installiert, an einzelnen Schulen gibt es bereits sogenannte Willkommensgruppen. Schulpflicht besteht für die ukrainischen Kinder regulär erst nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland.

Probealarm der Feuerwehrsirenen
Ein Probealarm der Feuerwehrsirenen am ersten Samstag im Monat, im Zeitraum von ca. 11:00 bis 11:30 Uhr ist auch im Landkreis Aichach-Friedberg üblich. Für Menschen, die bis vor Kurzem in der Ukraine gelebt haben, ist dies nicht nur ungewohnt, sondern die Sirene möglicherweise auch irreführend. Das Landratsamt bittet deshalb Menschen mit Kontakt zu Geflüchteten aus der Ukraine, diese darüber zu informieren, dass es ein Probealarm ist und keine Gefahr besteht.

Die Bewohner von Sammelunterkünften des Landratsamtes werden durch das Landratsamt vor Ort informiert.

28. März 2022

Rund 750 Ukraine-Flüchtlinge aktuell im Landkreis
Im Moment sind im Landkreis Aichach-Friedberg 740 ukrainische Flüchtlinge erfasst. Am zurückliegenden Wochenende wurden dem Landratsamt von der Regierung von Schwaben keine weiteren Flüchtlinge zugeteilt. Auch sind zuletzt keine privaten Flüchtlingstransporte im Landkreis angekommen.

Noch viele private Wohnungsangebote im Wartestand
Bislang konnten die allermeisten Flüchtlinge in den Unterkünften untergebracht werden, die das Landratsamt dafür angemietet hat. Einige sind über private Kontakte auch erst einmal direkt bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Darüber hinaus liegen dem Landratsamt noch rund 450 Angebote für eine private Unterbringung vor. „Darüber sind wir sehr froh, einige Flüchtlinge haben wir auch schon auf diesem Weg vermittelt“, sagt Simone Losinger, Leiterin der Ausländerbehörde am Landratsamt. Diese private Schiene komme immer dann in Betracht, wenn für Flüchtlinge, die zunächst bei Verwandten oder Bekannten untergekommen waren, Wohnraum gesucht wird. „Immer wenn auf diese Weise Bedarf entsteht, filtern wir auf unserer Liste der privaten Angebote eines heraus, das dazu passt und stellen den Kontakt her“, so Losinger.

Umzug von der Sporthalle in die Frühlingstraße
Heute sind die 64 ukrainischen Flüchtlinge, die vorübergehend in der Sporthalle des Friedberger Gymnasiums untergebracht waren, in zehn der Wohnungen in der Frühlingstraße umgezogen. „Die große Freude darüber war den Familien deutlich anzumerken“, berichtet Simone Losinger. Die Sporthalle ist damit erst einmal nicht mehr belegt, soll nach aktuellem Stand aber bis zum Ende der Osterferien als Erstunterkunft bereitgehalten werden. Nach wie vor muss auch mit kurzfristigen Neuankünften im Landkreis gerechnet werden.

Beratung durch Arbeitsagentur demnächst im Landratsamt
Demnächst wird es im Landratsamt eine Sprechstunde für ukrainische Flüchtlinge zur Arbeitsvermittlung geben. Das bereiten Landratsamt und Arbeitsagentur derzeit vor. In Kürze mehr.

 

24. März 2022

Flüchtlinge aus der Sporthalle ziehen in die Frühlingstraße

Um die Regierung von Schwaben zu entlasten, hatte der Landkreis seit vergangenem Wochenende 64 ukrainische Flüchtlinge vorübergehend in der Sporthalle des Friedberger Gymnasiums untergebracht. Noch wurde dem Landkreis nicht mitgeteilt, wann und ob diese von dort weiterverteilt werden. Aus Sicht des Landratsamtes sollen die Menschen aber nicht auf unbestimmte Zeit in der Turnhalle bleiben müssen, deshalb werden sie am Montag einige der frisch angemieteten Wohnungen der Baugenossenschaft in der Frühlingstraße beziehen.

Die 25 Wohnungen in fünf Häusern waren am Mittwoch von mehr als 20 Freiwilligen auf Vordermann gebracht worden. Sie wurden gereinigt, Wände an manchen Stellen verputzt und gestrichen, derzeit werden sie noch mit dem Wesentlichen eingerichtet.

 

23. März 2022

Mehr als 20 Freiwillige bereiten Wohnungen für Flüchtlinge vor

Die 25 Wohnungen in fünf Häusern in der Frühlingstraße, die das Landratsamt von der Friedberger Baugenossenschaft anmieten konnte, können in Kürze bezogen werden. Am Mittwoch waren mehr als 20 Freiwillige dort, um mit kleineren Arbeiten diese tatkräftig auf Vordermann zu bringen. Es wurde verputzt, gemalert, geputzt und Betten aufgebaut. Die Freiwilligenagentur des Landratsamts hatte die Ehrenamtlichen vermittelt. Dort kann sich melden oder direkt in eine Online-Datenbank eintragen, wer beispielsweise ehrenamtlich dolmetschen, in Sprachförderung unterrichten, Essen ausgeben oder bei der Einrichtung von Unterkünften unterstützen möchte. Fast 150 haben sich dort bereits eingetragen.

 Ansprechpartnerin in der Freiwilligenagentur des Landkreises Aichach-Friedberg ist Christine Harlacher, Tel. 08251 92-4889, E-Mail: christine [dot] harlacher [at] lra-aic-fdb [dot] de. Die Online-Datenbank finden Sie hier.

21. März 2022

Aktuell 640 Flüchtlinge im Landkreis aufgenommen
Über das Wochenende hat sich die Anzahl der Geflüchteten aus der Ukraine im Landkreis um etwa 140, auf insgesamt 640 erhöht. Am Samstag kamen 91 Flüchtlinge hier an, die teils in der Landkreis-Sporthalle am Friedberger Gymnasium, teils in Derching eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Viele tragen dazu bei, dass den Familien das Ankommen erleichtert wird. So hatte die Friedberger Feuerwehr Trösterbären vorbereitet, eine Gruppe von Lehrern und Schülern des Gymnasiums Kuscheltiere vorbeigebracht. Zwei Lehrerinnen des Gymnasiums und ihre Klassen werden gemeinsam mit den Kindern in den nächsten Tagen kleine Ausflüge zu den Spielplätzen Friedbergs unternehmen.

In der Nacht auf Montag wurden kurzfristig noch Flüchtlinge aus zwei weiteren Bussen vorübergehend in einem Friedberger Beherbergungsbetrieb untergebracht. Heute wurden sie registriert und weiterverteilt, größtenteils an private Unterkünfte. Der Landrat war insbesondere über das Team im Landratsamt erneut voll des Lobes, das sogar mitten in der Nacht bereitstand, damit die Menschen im Wittelsbacher Land gut ankommen.

Nächste Flüchtlings-Sprechstunde im Landratsamt am Mittwoch, 14 bis 16 Uhr.
An verschiedenen Stationen haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, ihre Ankunft im Landkreis registrieren zu lassen und sich über asylrechtrechtlichen und leistungsrechtlichen Themen zu informieren.

 

 

Aichach, 18. März 2022

Bereits über 500 Flüchtlinge im Landkreis aufgenommen
Insgesamt 505 Geflüchtete aus der Ukraine haben sich bis jetzt beim LRA gemeldet und Anträge gestellt. Zusätzlich werden am Wochenende 80 bis 100 Geflüchtete in der Sporthalle in Friedberg und 30, die am Sonntag über eine private Initiative kommen, in Derching untergebracht.

Das Landratsamt konnte in den letzten zwei Wochen neben der Unterkunft in Derching für 170 Personen, sechs weitere Unterkünfte angemietet. Darunter sind 25 Wohnungen der Baugenossenschaft Friedberg und einige Einzelhäuser. Darüber hinaus fanden bereits 15 Besichtigungen statt, die derzeit bearbeitet werden, in den nächsten zwei Wochen stehen mehr als 20 weitere Besichtigungstermine an. Auch Räumlichkeiten für die Betreuung unbegleiteter Kinder und Jugendlicher wurden angemietet.

Ausländerbehörde am Wochenende mit Sonderschichten
Auch an diesem Wochenende wird die Ausländerbehörde am Landratsamt am Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr erreichbar sein, um Geflüchtete, die neu ankommen, zu unterstützen (Tel. 08251 92-4817). Zudem legt sie am Wochenende eine Sonderschicht ein, um die vielen Anträge zu erfassen.

Zur Schulpflicht für ukrainische Kinder
Bei der Schulpflicht für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine ist der vorläufige Stand, dass diese in der Regel erst drei Monate nach dem Zuzug nach Bayern gilt, mit Sprengelpflicht insbesondere für Grund- und Mittelschüler. Das Schulamt ist gerade dabei, sogenannte „Willkommensgruppen“ zu bilden. Im Vordergrund sollen soziale Begegnungen und das Erkunden des neuen Umfelds sowie erste sprachliche Integrationsmaßnahmen stehen. Wo solche Gruppen eingerichtet werden, steht derzeit noch nicht fest.

Neben diesem Angebot besteht grundsätzlich auch schon vor Einsetzen der Schulpflicht die Möglichkeit der Aufnahme in reguläre schulische Bildungsgänge. Das nehmen derzeit schon vereinzelt Kinder an einzelnen Schulen wahr.

Integrationskurse möglich
Wenn ukrainische Flüchtlinge einen Integrationskurs belegen möchten, ist dafür das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die richtige Anlaufstelle (www.bamf.de).

 

17. März 2022

Sporthalle Friedberg vorbereitet für Ankünfte am Wochenende
Die landkreiseigene Sporthalle am Friedberger Gymnasium wurde im Eiltempo vorbereitet, um für die nächste Zeit für die Erstaufnahme der ukrainischen Flüchtlinge zur Verfügung zu stehen, die in den Landkreis kommen. Unter anderem werden am Wochenende wieder zwei Busse erwartet. Landrat Dr. Klaus Metzger bedankt sich herzlich bei allen, die mitgeholfen haben: „Neben dem Team des Landratsamts danke ich vor allem den vielen Helfern von BRK, THW und den Feuerwehren für die Unterstützung. Auch der Schule gilt mein Dank für die sofortige Bereitschaft hier zu helfen“. Ein weiterer Bus wird am Sonntagabend erwartet, die Flüchtlinge, die nicht privat unterkommen, werden in Derching untergebracht.

Wohnungen der Friedberger Baugenossenschaft werden angemietet
25 Wohnungen der Baugenossenschaft, in der Frühlingstraße in Friedberg, kann das Landratsamt kurzfristig für ukrainische Flüchtlinge anmieten. Die fünf Häuser sollen in einigen Monaten abgerissen werden, stehen aber bis dahin zur Verfügung. In den nächsten Tagen werden sie noch durchgecheckt, mit kleinen Verschönerungsarbeiten, bis übernächste Woche sollten sie bezugsfertig sein. Landrat Dr. Klaus Metzger: „Das ist ein wirklich gutes Angebot der Baugenossenschaft, der ich von Herzen danke. Damit haben wir wieder etwas Puffer für die Flüchtlinge, die in den nächsten Wochen bei uns ankommen.“

Online-Verschenkmarkt läuft gut an und ist auch über die Abfall-App erreichbar
Wer Möbel, Wohntextilien, Kinderwägen Fahrräder und Ähnliches, den Menschen, die derzeit aus der Ukraine bei uns ankommen, zur Verfügung stellen will, kann dazu den Online-Verschenkmarkt der Abfallwirtschaft nutzen. In den letzten Tagen wurde die Plattform bereits gut genutzt. Zu finden ist sie auf der Internetseite des Landratsamts sowie in der Abfall-App des Landkreises.

16. März 2022

Ankündigungen für das Wochenende
Die landkreiseigene Sporthalle des Gymnasiums in Friedberg wird bis zum Freitag vorübergehend für die Erstaufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine eingerichtet. Für Samstag sind dem Landratsamt aktuell zwei Busse mit Flüchtlingen angekündigt, die dort untergebracht werden sollen. Am Sonntag sollen durch eine Privatinitiative 30 Menschen in den Landkreis gebracht werden, die in Derching unterkommen werden.

AWO-Heim Aichach – Altbau als mögliche Flüchtlingsunterkunft
Wegen einer möglichen Nutzung des Altbaus am Aichacher AWO-Seniorenheim als Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge hat Landrat Dr. Klaus Metzger Kontakt zur schwäbischen AWO-Präsidentin Brigitte Protschka aufgenommen. Zunächst werden nun die Räumlichkeiten baulich geprüft, in Kürze soll es eine Begehung mit Vertretern des Landratsamts geben. Metzger: „Ich danke der AWO schon einmal sehr für die grundsätzliche Bereitschaft, das Gebäude zur Verfügung zu stellen. Das würde uns wirklich weiterhelfen!“. Für Anfang April plant die AWO den Umzug in den Neubau.

Erste Kinder und Jugendliche im Landkreis angekommen – Landratsamt bitte vorher informieren!
Die ersten unbegleiteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine sind im Landkreis angekommen. Um deren Unterbringung und Betreuung kümmert sich das Kreisjugendamt.

Auch hier der dringende Appell des Landratsamts: Wer Kinder und Jugendliche aus der Ukraine auf Privatinitiative hierherbringt, soll unbedingt bereits vorher Kontakt zum Jugendamt aufnehmen. Dessen Mitarbeiterinnen beraten zum weiteren Vorgehen und bieten bei Bedarf auch Unterstützungsmöglichkeiten an.

Ehrenamtliche bieten Unterstützung an
Die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft beeindruckt auf vielen Ebenen. Bei der Online-Datenbank für ehrenamtliches Engagement der Freiwilligenagentur im Landratsamt haben sich bislang rund 100 Landkreisbürgerinnen und -bürger registriert. Sie bieten an, ehrenamtlich zu dolmetschen, in Sprachförderung zu unterrichten, Kinder zu betreuen, Essen auszugeben oder bei der Einrichtung von Unterkünften zu unterstützen. Nach und nach sollen sie nun zum Einsatz kommen.

Die Datenbank ist auf der Internetseite des Landratsamts unter www.lra-aic-fdb.de/ukraine zu finden; hier der direkte Link: Online-Datenbank für Ehrenamtliche

Ansprechpartnerin in der Freiwilligenagentur des Landkreises Aichach-Friedberg ist Christine Harlacher, Tel.: 08251 92-4889, E-Mail: christine [dot] harlacher [at] lra-aic-fdb [dot] de

 

15. März 2022

Wohnungseinrichtungen und Sachspenden für die Flüchtlinge über den „Verschenkmarkt“

Viele Menschen im Landkreis entschließen sich derzeit spontan, Wohnraum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine bereitzustellen. Ein Problem das sich dabei oftmals stellt, ist die Ausstattung dieser Räumlichkeiten mit notwendigen Einrichtungsgegenständen wie Betten oder Schränken. Zudem brauchen die Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind und meistens nur wenig dabeihaben, oft schon kurz nach ihrer Einreise Gegenstände wie Kinderwägen oder ähnliches.

Auf der anderen Seite gibt es unglaublich viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die den Menschen gerne helfen möchten und solche Dinge verschenken würden. Hier bietet das Landratsamt Aichach-Friedberg auf seiner Internetseite eine sehr einfache und praktische Möglichkeit, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, über den „Verschenkmarkt“ der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises.

Wer also gut erhaltene Möbel, Wohntextilien, Kinderwägen Fahrräder etc. übrig hat, kann diese dort per kostenlosem Inserat, mit einer kurzen Beschreibung einstellen. Jeder, der Bedarf hat, kann dann auf dieser Web-Seite nach dem Passenden suchen und mit dem Anbieter in Kontakt treten.

Bitte des Landratsamts: Keine Sachspenden direkt nach Derching bringen
Das Landratsamt bittet, keine Sachspenden direkt an die Unterkunft in Derching zu bringen. Eine passende Verteilung direkt vor Ort ist mangels Personal dort nicht möglich.

Geeigneter ist der „Verschenkmarkt“ (s. oben).

Zudem bietet die Stadt Friedberg am dortigen Bauhof ukrainischen Flüchtlingen die Möglichkeit, sich mit Lebensmittel, Bekleidung, Haushaltsgegenständen, Pflege- und Hygieneartikel und Ähnlichem auszustatten. In Aichach hat der Rotary-Club am SanDepot derzeit ein ähnliches Angebot.

Einen Überblick über solche und ähnliche Angebote im Landkreis gibt die Internetseite des Landratsamts unter www.lra-aic-fdb.de/ukraine (unter „Neuankömmlinge“). Kommen neue Angebote in den Gemeinden dazu, werden diese dort mit aufgenommen.

 

14. März 2022

Unterkünfte für die am Wochenende erwarteten Flüchtlinge parat
In der vom Landratsamt und vielen Ehrenamtlichen vorbereiteten Unterkunft in Derching sind am Sonntag 75 Menschen mit drei Bussen angekommen, 63 sind geblieben, die anderen wurden abgeholt oder zum Bahnhof gebracht. Alle wurden versorgt und aufgenommen, großartig unterstützt durch einen Kreis aus der Bürgerschaft von Derching um den Ortssprecher Michael Sedlmeyr, die die Menschen bekocht und mit Essen versorgt haben. Dabei war auch das BRK mit großer Mannschaft u. a. für Corona-Testung und medizinische Erstversorgung, ein Mann musste ins Krankenhaus. Angekommen sind v. a. Frauen, Kinder, ältere Menschen, auch drei Hunde, alle waren erschöpft von den Strapazen der Flucht. Weitere acht Personen wurden im Lauf des Sonntags in Derching aufgenommen.

Sporthalle in Friedberg wird zur Erstaufnahme eingerichtet
Einen Verteilungsschlüssel auf Bundesebene gibt es weiterhin nicht, es ist somit nicht kalkulierbar, wie viele und in welchen Schüben Flüchtlinge aus der Ukraine in den nächsten Tagen und Wochen in den Landkreis kommen. „Die Situation in Berlin sollte eigentlich Mahnung genug sein für die Bundesregierung, endlich den Königsteiner Schlüssel zu aktivieren. Je länger das nicht geschieht, umso schwieriger wird die Situation auch für die Geflüchteten in den Kommunen, die Erstanlaufstelle sind.“, so Landrat Dr. Klaus Metzger. Das Landratsamt richtet deshalb in dieser Woche wie angekündigt die landkreiseigene Sporthalle am Gymnasium Friedberg vorübergehend als erste Anlaufstelle für die Flüchtlinge im Landkreis ein, wo die Menschen registriert, erfasst und mit dem Notwendigsten versorgt werden, bis sie nach wenigen Tagen in geeignete Unterkünfte verlegt werden können. Unterstützt wird er dabei von BRK, THW und Feuerwehr.

Erneut großer Andrang bei der Sprechstunde im Landratsamt – nächster Termin am Mittwoch
Auch bei der heutigen Flüchtlingssprechstunde im Landratsamt war der Andrang wieder enorm. Aufgrund des hohen Zulaufs und der vielen Fragen, mit denen sich die Menschen aus der Ukraine an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausländerbehörde wenden, kann es mitunter zu Wartezeiten kommen.
Die Flüchtlings-Sprechstunde mit ukrainischen Dolmetschern im Landratsamt bietet die Ausländerbehörde des Landratsamtes jeden Montag und Mittwoch an. An verschiedenen Stationen haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, ihre Ankunft im Landkreis registrieren zu lassen und sich über asylrechtrechtlichen und leistungsrechtlichen Themen zu informieren.
Nächster Termin ist Mittwoch, 16. März.

 

11. März 2022

Unterkünfte für die am Wochenende erwarteten Flüchtlinge parat
Am Freitag konnte das Landratsamt 45 ukrainische Flüchtlinge an private Unterkünfte vermitteln, die dem Landratsamt angeboten worden waren. Darüber hinaus lautete die Vorgabe der Regierung von Schwaben an alle schwäbischen Landkreise am Donnerstag, mindestens 300 Plätze innerhalb von zwei Tagen vorzubereiten.
Landrat Dr. Klaus Metzger: „In überragender gemeinsamer Kraftanstrengung haben wir es geschafft, diese Plätze für Geflüchtete binnen 48 Stunden zu organisieren. Für diesen unglaublichen Kraftakt danke ich insbesondere den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sowie des THW. Diese haben es geschafft, die große Unterkunft im Gewerbegebiet in Derching quasi über Nacht aufzubauen. Ein Vergelt’s Gott auch an alle Ehrenamtlichen, die sich jetzt bereits wieder engagieren oder schon Bereitschaft signalisiert haben, zu unterstützen. Von Seiten des Landkreises haben wir kurzfristig und vorübergehend noch zwei weitere große Unterkünfte angemietet – einen Beherbergungsbetrieb und das Ökumenische Lebenszentrum Ottmaring, mit je 65 Plätzen.“

Sporthalle in Friedberg wird wohl ab Montag für die Erstaufnahme vorbereitet
Trotzdem werde das alles nicht reichen, so der Landrat, insbesondere, weil der Bund den Verteilungsschlüssel immer noch nicht aktiviert hat. „Daher werden wir Stand jetzt ab Montag die Sporthalle am Gymnasium Friedberg übergangsweise für eine große Zahl weiter zu erwartender Geflüchteter für die Erstaufnahme vorbereiten müssen. Ich danke der Schulleitung des Gymnasiums für das Verständnis und setze darauf, dass auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler diesen Akt der Solidarität mittragen.“ Eine große Schwierigkeit bestünde darin, dass sich die angekündigten Flüchtlingszahlen derzeit sehr schnell verändern und man aktuell nicht wisse, wie viele Flüchtlinge in den nächsten Tagen tatsächlich kommen und wie viele dann auch länger bleiben werden.

Katastrophenfall in Bayern ausgeweitet
Bayern hat nun offiziell den Katastrophenfall auf die Ukraine-Krise ausgeweitet. Der Führungsstab, der im Landratsamt einmal wöchentlich mit externen Fachleuten zurn Corona-Bewältigung zusammenkommt, wurde entsprechend angepasst.

Infos zum Thema „Ukraine-Flüchtlinge“ jetzt kompakt online
Auf der Internetseite des Landratsamts, unter www.lra-aic-fdb.de/ukraine stehen ab sofort alle wichtigen Informationen zum Thema zur Verfügung. Das Angebot wird laufend aktualisiert und erweitert. Die wichtigsten Infos gibt es auch in ukrainischer und in russischer Sprache.

Landratsamt am Wochenende erreichbar
Aufgrund der besonderen Situation wird die Ausländerbehörde am Landratsamt auch am Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr im Dienst sein, um Geflüchtete, die neu ankommen und eine Unterkunft brauchen, zu unterstützen (Tel. 08251/92-4817).

 

10. März 2022

Steiler Anstieg der Zugangszahlen in Schwaben – Unterkünfte dringend gesucht
Der Zustrom ukrainischer Flüchtling nach Bayern ist stark angewachsen. Nachdem die ANKER-Einrichtung für Oberbayern in München voll ist, hat Schwaben in der Nacht auf Donnerstag mehrere Busse von dort übernommen. Man geht davon aus, dass sich die Lage bis zum Wochenende nochmals verschärft.

Das wirkt sich auch auf den Landkreis Aichach-Friedberg aus. Landrat Dr. Klaus Metzger: „Wir sind heute von der Regierung von Schwaben aufgefordert worden, innerhalb von 48 Stunden 300 zusätzliche Plätze zu schaffen. Das verändert unsere vor wenigen Tagen noch eher entspannte Lage drastisch“. Der Landkreis sucht deshalb intensiv weitere Unterkünfte.

In der öffentlichen Wahrnehmung stehen derzeit die Zugänge in Berlin im Blickpunkt. Dabei wird übersehen, dass rund ein Drittel der Gesamtzugänge über die bayerischen Grenzübergänge, insbesondere Freilassing, Passau und Waidhaus läuft. Manche Menschen nutzen Bayern als Transit, viele bleiben. „Umso wichtiger wäre, dass die Bundesregierung endlich die zentrale Steuerung und Verteilung der Geflüchteten organisiert“, so der Landrat weiter.

Zudem sind dem Landratsamt für den kommenden Sonntag erneut drei Busse über private Initiativen mit etwa 130 bis 140 Personen angekündigt und weitere Ankündigungen liegen bereits vor.

Rund 90 Menschen aus der Ukraine wurden bislang an private Unterkünfte im Landkreis vermittelt, etwa 45 Personen in den Asylunterkünften des Landkreises untergebracht. Einige davon sind bereits wieder weitergereist.

Wer einzelne Räume, Wohnungen oder Häuser zur Verfügung stellen kann, wenn auch nur vorübergehend, soll sich bitte an das Landratsamt wenden:
Michael Englhart 08251 92-479, michael [dot] englhart [at] lra-aic-fdb [dot] de und
Kerstin Siks 08251 92-257 kerstin [dot] siks [at] lra-aic-fdb [dot] de

Aufenthaltserlaubnisse werden ausgestellt
Das bayerische Innenministerium hat am Mittwoch grünes Licht dafür gegeben, dass ukrainische Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 24 des Aufenthaltsgesetzes erhalten. Mit einer solchen haben sie einen Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, auch können sie unkompliziert eine Arbeitserlaubnis erhalten. Soweit diese bereits beantragt sind, werden sie nun automatisch durch das Landratsamt ausgestellt.

9. März 2022

Dringender Appell: Privat organisierte Transporte von ukrainischen Flüchtlingen mit dem Landratsamt abstimmen

Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Wittelsbacher Land manifestiert sich auf vielen Ebenen, insbesondere im Transfer von Menschen von der polnischen Grenze hierher:

„Es erfüllt mich jeden Tag auf Neue mit großer Dankbarkeit, dass sich so viele Menschen im Landkreis solidarisch zeigen und in Eigenregie binnen kürzester Zeit Hilfsinitiativen auf die Beine stellen“, betont Landrat Dr. Klaus Metzger.

Zum Wohle und zum Schutz der ukrainischen Flüchtlinge bittet das Landratsamt die Organisatoren solcher Transporte (beispielsweise mit Reisebussen) jedoch dringend darum, sich bereits vor der Abfahrt in Deutschland mit der Kreisverwaltungsbehörde abzustimmen. So können personelle und organisatorische Ressourcen sinnvoll eingesetzt und die geflüchteten Menschen ordnungsgemäß bei uns aufgenommen werden. Da ein Steuerungsszenario seitens der Bundesregierung bislang fehlt, liegt dieses Vorgehen vor allem im Interesse der Ankommenden.

„Also noch einmal der dringende Appell an all diejenigen, die sich mit Bussen auf den Weg machen: Bitte sprechen Sie sich vorher unbedingt mit der Verwaltung ab“, so der Landrat.

Ein gut gemeinter Transport kann darüber hinaus auch unangenehme rechtliche Konsequenzen haben: Wer Menschen ohne biometrischen Pass nach Deutschland bringt, bewegt sich womöglich unbeabsichtigt im Bereich der Schleusungskriminalität.

Ein weiteres Problem betrifft Kinder, die ohne die eigenen Eltern nach Deutschland kommen: Wird ihre Ankunft hier nicht registriert, ist schlimmstenfalls Missbräuchen in vielerlei Hinsicht Tür und Tor geöffnet.

 

Landkreis mietet Unterkunft für Flüchtlinge in Derching an

Eine Unterkunft speziell für Flüchtende aus der Ukraine mietet der Landkreis ab sofort in Derching an. 170 bis 180 Personen sollen dort Schutz finden, zur Ruhe kommen und ihre weiteren Schritte planen können. Mit der Unterstützung von Feuerwehr, BRK und THW wird die Unterkunft in den nächsten Tagen eingerichtet und ausgestattet, sodass bereits am Wochenende die ersten Menschen einziehen können. Das Landratsamt steht in engem Austausch mit den Verantwortlichen in Derching, die bereits Unterstützung durch weitere Ehrenamtliche angekündigt haben.

Gedacht ist die Unterkunft als erste Anlaufstelle, wo die Menschen sich nach ihrer aufreibenden Flucht ausruhen können, um dann ggf. ihre Weiterreise zu Verwandten und Bekannten zu planen. Wer keine familiären Anknüpfungspunkte in Deutschland hat, bekommt entweder einen Platz in einer vom Landratsamt vermittelten Unterkunft oder hat die Möglichkeit, auch länger in Derching zu bleiben.

 

Ankunft von Flüchtenden am Wochenende – Anlaufstelle in Ottmaring eingerichtet

Für die am morgigen Donnerstag erwartete Ankunft eines weiteren Reisebusses mit Menschen aus der Ukraine hat das Landratsamt das Begegnungszentrum in Ottmaring als erste Anlaufstelle akquiriert. Ab dem Wochenende wird diese Funktion dann die neu angemietete Unterkunft in Derching übernehmen (s.o.).

 

Großer Zulauf bei Sprechstunde im Landratsamt

Wie bereits am Montag nutzte auch heute eine große Zahl von Menschen das Angebot der Flüchtlings-Sprechstunde mit ukrainischen Dolmetschern im Landratsamt. An verschiedenen Stationen hatten sie die Möglichkeit, ihre Ankunft im Landkreis registrieren zu lassen und sich zu asylrechtrechtlichen und leistungsrechtlichen Fragen zu informieren.

Weil die Verunsicherung der Flüchtenden groß ist, etabliert die Ausländerbehörde des Landratsamtes die Sprechstunde mit Dolmetschern ab sofort jeden Montag und Mittwoch, jeweils von 14 bis 16 Uhr. Der nächste Termin ist am 14. März.

 

Ansprechpartner für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Für unbegleitete, minderjährige Kinder und Jugendliche ist das Jugendamt zuständig. Als Ansprechpartnerinnen stehen Elisabeth Leiderer und Nadine Kopp zur Verfügung.

Bürgerinnen und Bürger, die minderjährige Kinder aus der Ukraine aus Ihrer Verwandtschaft aufnehmen bzw. aufgenommen haben, sollten umgehend Kontakt zum Jugendamt aufnehmen. Dessen Mitarbeiterinnen beraten zum weiteren Vorgehen und bieten bei Bedarf auch Unterstützungsmöglichkeiten an.

Familien, die ein Flüchtlingskind aus der Ukraine aufnehmen und als Pflegefamilie tätig sein möchten, erhalten weitere Informationen bei Katrin Bauer und Marina Wolframm vom Fachbereich Pflegekinderdienst.

Kontakt: kreisjugendamt [at] lra-aic-fdb [dot] de oder 08251-92-278
Weitere Infos unter: https://lra-aic-fdb.de/landratsamt/fachbereiche/abteilung-2-kommunales-soziales/kreisjugendamt/

 

Online-Datenbank für ehrenamtliches Engagement

Bürgerinnen und Bürger, die den Geflüchteten aus der Ukraine Unterstützung anbieten möchten – sei es beim Übersetzen, als Begleitung zu Arzt- oder Behördenterminen oder einfach bei einem Spaziergang – können sich über folgendes Formular in unsere Datenbank eintragen: https://www.freinet-online.de/forum/register_extern.php?assign_to_agid=1561&assign_to_group=6 

Ansprechpartnerin in der Freiwilligenagentur des Landkreises Aichach-Friedberg ist Christine Harlacher, Tel.: 08251 92-4889, E-Mail: christine [dot] harlacher [at] lra-aic-fdb [dot] de

 

Kontakt im Landratsamt

8. März 2022

Registrierung ukrainischer Flüchtlinge in Schwaben
Zur Registrierung sollen sich Geflüchtete aus der Ukraine bitte an das ANKER Schwaben Behördenzentrum in Augsburg, Aindlinger Str. 16, wenden. Dazu genügt zunächst ein Mail an Registrierungsanmeldung-ukraine [at] reg-schw [dot] bayern [dot] de, mit folgenden Angaben:

• Name, Vorname
• Geburtsdatum
• Kopie des Ausweisdokuments (wenn vorhanden)
• Familienverband (Anzahl mitreisende Familienmitglieder)
• Adresse der aktuellen Unterkunft (ggf. mit Name Ihres Gastgebers)
• Kontaktdaten (Telefonnummer & Mail-Adresse)

Die Regierung von Schwaben setzt sich dann für eine Terminvereinbarung zur Registrierung mit den Personen in Verbindung. Bis zu dem Termin kann es aktuell eine gewisse Zeit dauern, dennoch können auch bereits vorher schon Leistungen beim Landratsamt beantragt werden (-> nächster Punkt).

Um nach der Einreise Leistungen zu erhalten, bitte beim Landratsamt melden
Weiterhin bittet das Landratsamt ukrainische Staatsangehörige, die im Landkreis bleiben möchten, dringend darum, sich beim Landratsamt zu melden. Das ist insbesondere notwendig, um Leistungen erhalten zu können. Sie müssen nicht befürchten, umquartiert zu werden. Die Meldung kann bei der Sprechstunde im Landratsamt oder per E-Mail erfolgen, an ukraine [at] lra-aic-fdb [dot] de, mit folgenden Angaben: Name, Vorname, Geburtsdatum, Aufenthaltsort, Einreisezeitpunkt, Erreichbarkeit, auch eine Passkopie ist erforderlich.

Nächste Sprechstunde im Landratsamt am Mittwoch
Das Angebot der Flüchtlings-Sprechstunde mit ukrainischen Dolmetschern am Montagnachmittag im Landratsamt hatten rund 60 Menschen angenommen. Sie nutzten die Gelegenheit um Leistungsanträge zu stellen, asylrechtliche Fragen zu klären oder sich zur Situation beraten zu lassen. Den nächsten Sprechtag gibt es am Mittwoch (09.03.) von 14 bis 16 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamts.

Freie Plätze in Unterkünften – aktueller Stand
Rund 70 Menschen aus der Ukraine wurden bereits an private Unterkünfte im Landkreis vermittelt, einige davon sind allerdings inzwischen wieder weitergereist. In den Asylunterkünften des Landkreises sind derzeit etwa 20 Personen untergebracht, jedoch sind auch hier einige bereits weitergereist.

Insgesamt gibt es 374 freie Plätze in den Asylunterkünften des Landkreises, davon 142 für Familien und Frauen.

Zwei größere Einrichtungen werden in den nächsten Tagen in Betrieb genommen, mit Kapazitäten für insgesamt mehr als 200 Personen. Zudem liegen bereits private Angebote für rund 240 Plätze vor. Die Sporthalle des Gymnasiums in Friedberg wird im Moment nicht als Erstaufnahmeeinrichtung benötigt.

Kontakt im Landratsamt
• für alle „Ukraine-Themen“: Mail ukraine [at] lra-aic-fdb [dot] de,Tel. 08251 92-4817;
• um Unterkünfte anzubieten:
Michael Englhart 08251 92-479, michael [dot] englhart [at] lra-aic-fdb [dot] de und Kerstin Siks 08251 92-257 kerstin [dot] siks [at] lra-aic-fdb [dot] de

 

Weitere Infos hier:

https://lra-aic-fdb.de/wp-content/uploads/2022/03/1.0-Informationsblatt-fuer-aus-der-Ukraine-gefluechtete-Personen-1.pdf

https://lra-aic-fdb.de/wp-content/uploads/2022/03/1.1-Anhang-zum-Informationsblatt-Flyer_Beratung-LK-Aichach-Friedberg-2022-1.pdf

7. März 2022

Über das vergangene Wochenende sind insgesamt 46 Menschen über private Initiativen aus der Ukraine im Landkreis Aichach-Friedberg angekommen. Elf davon blieben im Landkreis und sind zunächst notfallmäßig untergekommen, die weiteren haben eine Bleibe außerhalb des Landkreises gefunden und wurden von Familienmitgliedern oder Freunden abgeholt.

„Die Menschen in der Ukraine erleben jeden Tag eine neue Stufe der Gewalteskalation. Umso dankbarer bin ich, dass wir es in gemeinsamer Anstrengung schaffen, die geflüchteten Menschen im Wittelsbacher Land gut aufzunehmen und zu versorgen. Vergelt’s Gott ganz besonders an das Busunternehmen, die Freiwillige Feuerwehr Sielenbach, das großartige Team des Ausländeramtes um Simone Losinger, die Helfer/innen des BRK und die vielen Ehrenamtlichen, die sich um Verpflegung und das Notwendigste gekümmert haben“, sagt Landrat Dr. Klaus Metzger.

Sprechstunde im Landratsamt sehr gefragt
Die Flüchtlings-Sprechstunde mit ukrainischen Dolmetschern am Montagnachmittag im Landratsamt war enorm gefragt. Rund 60 Menschen nahmen das Angebot an, stellten Leistungsanträge, hatten asylrechtliche Fragen, informierten das Landratsamt, wo im Landkreis sie untergebracht sind oder ließen sich zur Situation beraten. „Es freut mich außerordentlich, wie gut dieses Angebot angenommen wird“, so der Landrat. „Das hilft allen Beteiligten – den Flüchtlingen, deren Angehörigen und den Kolleginnen und Kollegen im Ausländeramt.“

Private Initiativen – Abstimmung mit dem Landratsamt erbeten
Private Businitiativen wie diese sollten gut vorbereitet und in jedem Fall mit dem Landratsamt abgesprochen sein. „Dieses Engagement ist natürlich absolut ehrenwert“, so Landrat Dr. Klaus Metzger, andererseits sei für die geplagten Flüchtlinge vor Ort äußerst schwierig zu unterscheiden, wem sie vertrauen könnten und wer ihre schlimme Situation ausnützen möchte. „Deshalb braucht es neben guter Planung auch viel Fingerspitzengefühl für die Situation an der Grenze. Leider gibt es bislang noch keine offiziellen und staatlicherseits organisierten Möglichkeiten für die Leute nach Deutschland zu kommen und damit auch keine offizielle Beauftragung, die Menschen von dort abzuholen und nach Deutschland zu bringen. Deswegen sind leider auch die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht klar und niemand möchte, dass diejenigen die sich mit unglaublichem ehrenamtlichen Engagement hier einbringen, irgendwie in Schwierigkeiten geraten“. Der Landrat würde sich im Idealfall eine Koordination solcher Flüchtlingstransporte auf Bundesebene wünschen, dann könnte man die Flüchtlinge auch gleich dorthin bringen, wo Angehörige bereits zur Aufnahme parat stehen.

Sehr wichtig ist es, vorab mit dem Landratsamt Kontakt aufzunehmen, damit eine reibungslose Unterbringung gewährleistet ist.

Vorbereitungen auf mehreren Ebenen
Der Landkreis bereitet sich weiter auf eine größere Anzahl weiterer Flüchtlinge aus der Ukraine vor, dazu gab es am Montag einen Austausch auf schwäbischer Ebene, mit den Landräten und Präsidenten der Regierung von Schwaben, sowie einen auf bayerischer ebene mit Innenminister Joachim Herrmann. Am Freitag kommen im Landratsamt die Bürgermeister aus dem Landkreis zusammen, um sich abzustimmen.

Wohnraum weiterhin gesucht
Unterkünfte stehen fürs Erste noch zur Verfügung. Dennoch werden für die Menschen aus der Ukraine nach wie vor Wohnraum und Grundstücke zum Anmieten dringend gesucht. Ansprechpartner im Landratsamt sind Michael Englhart 08251/92-479 und Kerstin Siks 08251/92-257; E-Mail: Michael [dot] englhart [at] lra-aic-fdb [dot] de und Kerstin [dot] Siks [at] lra-aic-fdb [dot] de

Aufnahmemöglichkeit auch für minderjährige Flüchtlinge
Bisher sind noch keine unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis angekommen. Auch dafür stehen einige betreute Plätze sowie eine Pflegefamilie parat.