Impfen

Alle wichtigen Infos zu Anmeldung, Impfreihenfolge etc.

 

Stand 18. Januar 2021

 

1) Anmeldung zur Impfung

 

Europaweit kommt es zu Einschränkungen bei den Impfstofflieferungen. Ab Ende Januar 2021 können bayernweit Impftermine direkt über das Portal der Staatsregierung www.impfzentren.bayern vereinbart werden – streng nach Priorität.

Wer in Bayern wohnt und sich gegen Corona impfen lassen will, kann sich dort bereits registrieren (lassen). Telefonisch geht das für alle Landkreisbewohner unter Tel. 089 244 188 110 (Fa. Vitolus, Mo. – Fr. 10 bis 18 Uhr).

Für einen geregelten Ablauf ergeht die Bitte, dass sich momentan nur Personen, die der "Höchsten Priorität" angehören (s. unten, Nr. 3), dort registrieren.

Derzeit werden alle Personen in unserem Landkreis, die mindestens 80 Jahre alt sind, angeschrieben und über das Impfen sowie die Terminvereinbarung informiert.

 

Hier finden Sie das Aufklärungsmerkblatt für die Impfung und hier den Bogen für die Impfeinwilligung. Beides müssen Sie nicht vorab verschicken! Sie können es ausgefüllt zu Ihrem Impftermin mitbringen, sonst wird es dort gemeinsam ausgefüllt.

 

 

Nicht zur Anmeldung, aber bei Fragen steht die Corona-Hotline im Landratsamt zur Verfügung: 08251 92-444.

 

 

 

2) Häufige Fragen zur aktuellen Situation

 

Wie viele Menschen im Landkreis wurden schon geimpft?

Stand 18.01.2021 wurden bislang 1.900 Personen geimpft, fast ausschließlich Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sowie Personal der Kliniken a.d. Paar. Damit Impfstoff nicht verfällt, der irgendwo nicht genutzt werden kann, werden kurzfristig auch Personen aus Berufsgruppen wie niedergelassene Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute im „Hop-on-Verfahren“ geimpft, bisher sehr wenige.

 

Warum konnten bislang noch nicht mehr Landkreisbewohner geimpft werden?

Weil bislang nur sehr begrenzt Impfstoff zur Verfügung steht. Der an den Landkreis gelieferte Impfstoff wurde komplett aufgebraucht. Zahlenvergleiche zwischen Landkreisen machen deshalb keinen Sinn.

 

Wie viele Impfdosen erhält der Landkreis?

Seit dieser Woche sollen die Impfdosen immer am Dienstag und am Freitag nach Dasing geliefert werden. Wie viel Impfstoff das sein wird, wissen wir aktuell nicht.

 

Warum konnten bislang noch keine Einzeltermine im Impfzentrum in Dasing vereinbart werden?

Das größte Problem ist derzeit die fehlende Planbarkeit. Es kann noch nicht abgesehen werden, wann der Landkreis wie viel Impfstoff erhält. Wir wollten nicht in die Situation kommen, vereinbarte Termine wieder absagen zu müssen, weil Impfstoff nicht wie erhofft geliefert wurde. Aus diesem Grund wurden bislang noch keine Termine an Einzelpersonen für das Impfzentrum in Dasing vergeben, auch wenn der Betrieb dort jederzeit aufgenommen werden könnte. Der Impfstoff, der dem Landkreis zur Verfügung steht, wird bislang über die mobilen Impfteams und die Kliniken an der Paar an Personen der „Höchsten Priorität“ verabreicht.

 

Was ist mit den Menschen, die keine Möglichkeit haben nach Dasing, ins Impfzentrum zu kommen?

Für diejenigen, die absolut nicht nach Dasing kommen können, sich aber impfen lassen wollen, werden andere Möglichkeiten geschaffen, u. a. durch die mobilen Impfteams.

 

Ich habe engen Kontakt zu einer pflegebedürftigen Person oder pflege einen Angehörigen zu Hause. Wann kann ich mich impfen lassen?

Ein Anspruch auf eine Impfung besteht erst inder zweiten Stufe, mit "hoher Priorität".

 

 

 

3) In welcher Reihenfolge wird geimpft?

 

Das Bundesgesundheitsministerium hat durch Rechtsverordnung vom 18.12.2020 geregelt, welche Personengruppen prioritär einen Anspruch auf eine Impfung haben und dabei die folgende Impfreihenfolge festgelegt:

 

Höchste Priorität (Stufe 1)

  • Über 80-Jährige

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,

  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten

  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten

  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin

 

Hohe Priorität (Stufe 2)

  • Über 70-Jährige

  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation

  • Enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben.

  • Kontaktpersonen von Schwangeren

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen

  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren

  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind

  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur

  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

 

Erhöhte Priorität (Stufe 3)

  • Über 60-Jährige

  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma

  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten

  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz

  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation

  • Erzieher und Lehrer

  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

 

 

4) Infrastruktur: Zwei Impfzentren und mobile Impfteams im Landkreis

 

In zwei Impfzentren und zusätzlich mit mobilen Teams wird im Landkreis Aichach-Friedberg gegen COVID-19 geimpft. Den Betrieb und die Organisation übernimmt die Firma Vitolus GmbH aus München, die auch eine Reihe von Testzentren mit medizinisch geschultem Personal erfolgreich betreibt.

Der Standort für das Impfzentrum im Landkreis Aichach-Friedberg liegt im Gewerbegebiet Acht 300, direkt an der B 300 zwischen Dasing und Aichach (Anschrift: Carl-von-Linde-Straße 6, 86551 Aichach). Das Impfzentrum ist über die B 300-Ausfahrt Gallenbach einfach zu erreichen und ist von dort aus ausgeschildert. Die große, moderne Halle gehört der ankner GmbH und wurde erst vor Kurzem fertiggestellt. Das Gelände ist ebenerdig, das Impfzentrum ist barrierefrei und zweckmäßig eingerichtet. Die Halle ist bereits vollständig eingerichtet. Sobald Klarheit über die Anzahl der angelieferten Impfdosen herrscht, kann der Impfbetrieb dort jederzeit aufgenommen werden. Die Halle ist beheizt, es gibt Toiletten, ausreichend Lagerfläche und einen Bereich für das Personal. Ein Parkplatz steht auf dem Grundstück direkt nebenan zur Verfügung.

Bereits seit 27. Dezember versorgen mobile Teams zunächst in Alten- und Pflegeheimen Bewohner und Beschäftigte mit Impfungen.

Ein weiteres, kleineres Impfzentrum wird am alten Krankenhaus in Aichach betrieben. Dort wird im ersten Schritt das Personal der Kliniken an der Paar geimpft, anschließend sollen Beschäftigte aus ähnlichen Berufsbranchen aus dem Landkreis dort zum Zug kommen. Auch hier gilt die Reihenfolge, die in der Impfverordnung festgelegt ist (s. oben).

 

 

5) Weitere Informationen

 

Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite des Bayerischen Gesundheitsministeriums: www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/