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Projekt „Liebesparkour“ geht in die zweite Runde

19.12.2025

„Liebesparkour“ an den Beruflichen Schulen Wittelsbacher Land: den Themen Partnerschaft und Sexualität wertschätzend begegnen

Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Manuela Stipanowitz): v.l.n.r.: Kathrin Schwarzbauer (Psychosozialer Dienst), Julia Oppenheimer (Schwangerenberatung), Sylvia Noder (Schwangerenberatung), Cornelia Westphal (Schwangerenberatung), Christina Hüßner (Gesundheitsregionplus), Lubov Mosheijko (Gesundheitsregionplus), Ümmü Aydin (Integrationslotsin der Freiwilligenagentur, Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration gefördert), Sandro Marjic (Jugendmigrationsdienst der Diakonie), Manuela Stipanowitz (Bildungsbüro), Maximilian Hengge (Streetworker)

Im letzten Jahr wurde der „Liebesparkour“ erstmalig durchgeführt. Aufgrund der durchwegs positiven Rückmeldung und dem anhaltenden Bedarf der Jugendlichen über die Themen Liebe, Partnerschaft und Sexualität zu sprechen, ging das Projekt dieses Jahr in die zweite Runde.

Neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Wittelsbacher Land konnten beim „Liebesparkour“ interaktiv Wissen über Aufklärung, Hygiene, Verhütung, Beziehungen und HIV-Übertragungswegen erwerben. Über 80 Jugendliche aus den Berufsvorbereitungs-, Berufsintegrations- und Berufsintegrationsvorklassen nahmen in der letzten Schulwoche vor Weihnachten an den Workshops teil.

Besonderes Highlight war das Glücksrad, das spielerisch zu Fragen rund um zwischenmenschliche Beziehungen und Nähe anregte, sowie in Rollenspielen die Möglichkeit gab, konkretes Verhalten zu erproben. Ziel der Veranstaltung war nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch die Schaffung eines offenen Raums für Austausch und Fragen. Dass dies hervorragend gelungen ist, zeigt beispielsweise die Rückmeldung einer Schülerin: „Besonders gut gefallen hat mir, dass offen gesprochen wurde und ich im Austausch ein gutes und sicheres Gefühl hatte.“

Der „Liebesparkour“ wurde in Kooperation der Schwangerschaftsberatungsstelle, der Gesundheitsregionplus, dem Sachgebiet Ehrenamt, Bildung und Integration, dem psychosozialen Dienst des Landkreises, der Jugendpflege und dem Jugendmigrationsdienst der Diakonie durchgeführt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine gute Aufklärung die jungen Erwachsenen unterstützt, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die eigene Sexualität selbstbestimmt zu leben und Grenzen zu erkennen sowie zu respektieren. Zudem fördern Kenntnisse über Kommunikation, Konsens und emotionale Nähe gesunde Partnerschaften und helfen, Konflikte, Unsicherheiten oder gesellschaftliche Erwartungen reflektiert zu bewältigen.