Koikarpfen-Herpesvirus bei Karpfen in Badesee Lechfeld und U-Weiher in Todtenweis/Sand nachgewiesen

Suchfeld
6. Juli 2026

Koikarpfen-Herpesvirus bei Karpfen in Badesee Lechfeld und U-Weiher in Todtenweis/Sand nachgewiesen

Die Tierseuche stellt keine Gefahr für den Menschen dar
422737-pond-761710

Im Badesee Lechfeld und dem angrenzenden „U-Weiher“ bei Todtenweis/Sand wurde bei Karpfen das Koikarpfen-Herpesvirus (KHV-1) nachgewiesen. Das Virus, wissenschaftlich als Karpfenherpesvirus3 (CyHV3) bezeichnet, befällt Zierkarpfen (Koi) wie auch Nutzkarpfen und kann bei beiden eine schwere Erkrankung mit teils hoher Todesrate verursachen.

Das Koikarpfen-Herpesvirus stellt jedoch keine Gefahr für den Menschen dar.

Die Koi-Herpesvirus-Infektion ist eine meldepflichtige Tierseuche. Erhöhte Verluste bei Koi- und anderen Karpfen müssen dem Veterinäramt gemeldet werden. In Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein Aindling, der die beiden Seen bewirtschaftet, hat das Veterinäramt Maßnahmen vereinbart, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Die KHV-Erkrankung trat erstmals 1997 bei Koikarpfen in Israel, USA und Europa auf und ist inzwischen weltweit verbreitet In Deutschland traten in den vergangenen Jahren in Koi- und Nutzkarpfenbeständen sowie in Wildkarpfenpopulationen teilweise massive Verlustedurch das KHV auf.