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Ab April dürfen auch tierische Speisereste in die Biotonne

27.03.2024

Neben Dünger und Kompost wird daraus Biogas produziert, das fossile Energieträger ersetzt

Ab dem 1. April 2024 können neben pflanzlichen auch tierische Speisereste in der Biotonne entsorgt werden. Das hat der Kreistag am 19. Februar 2024 beschlossen.
Mit dieser Änderung werden sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile erzielt. Durch die zusätzliche Vergärung der tierischen Speisereste werden in der Vergärungs- und Kompostieranlage der AVA Abfallverwertung Augsburg mehr Biogas, Flüssigdünger und Kompost erzeugt. Das Biogas wird in das Erdgasnetz eingespeist und ersetzt dadurch fossile Energieträger.

Für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises bedeutet die neue Regelung, dass ab 1. April 2024 folgendes in der Biotonne entsorgt werden kann:

  • Obst- und Gemüsereste, Obstkerne
  • Schalen von Südfrüchten
  • Kaffeesatz und -filter
  • Teesatz und -filter
  • Nussschalen
  • Topfpflanzen, Schnittblumen
  • Speise- und Lebensmittelreste pflanzlicher Herkunft (nur in haushaltsüblicher Menge)
  • Garten- und Grünabfälle
  • Gras- und Heckenschnitt, Laub
  • Unkraut, Pflanzenreste, Fallobst
  • Sägemehl, Holzwolle, Stroh, Heu (unbehandelt)
  • Speise- und Lebensmittelreste tierischer Herkunft in haushaltsüblichen Mengen (z. B. Brot- und Backwarenreste, Eierschalen, Fischreste und –gräten, Fleisch und Wurstreste, Käsereste, Federn, Daunen, Knochen, sonstige rohe/gekochte/verdorbene Speisereste)

Die Kommunale Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass keine kompostierbaren Kunststofftüten verwendet werden dürfen, da sich diese während der Vergärungsphase nicht restlos zersetzen und den produzierten Kompost verunreinigen.

Damit die Biotonne auch im Sommer möglichst maden- und geruchsfrei bleibt, empfiehlt die Kommunale Abfallwirtschaft, diese kühl und trocken zu halten. Der Standort der Biotonne sollte sich – wenn möglich – im Schatten befinden. Tierische Speisereste können in Papiertüten entsorgt, feuchte Bioabfälle in Zeitungs- oder Küchenpapier eingeschlagen und möglichst trocken in die Tonne gegeben werden.