Kultursensibles Training für Pflege-Azubis

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27. Juli 2026

Kultursensibles Training für Pflege-Azubis

Prävention beginnt im Miteinander
Interkulturelles Training Kissing

Bild (aufgenommen von Julia Eicken, Seniorenresidenz Haus Gabriel):

Angehende und bereits ausgelernte Pflegefachkräfte des Seniorendomiziles Haus Gabriel in Kissing sowie Manuela Stipanowitz vom Bildungsbüro des Landratsamtes, Jasmin Hammon (Dozentin), Ulrike Werlitz (Einrichtungsleitung)

Wie gelingt ein gutes Miteinander, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam lernen, arbeiten und leben? Dieser Frage widmeten sich vergangene Woche Auszubildende aus elf Nationen des Seniorendomizils Haus Gabriel in Kissing. Das Bildungsbüro des Landratsamtes organisierte hierfür in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheitsregionplus und dem Gesundheitsamt ein kultursensibles Training.

Die Auszubildenden werden sowohl in den Pflegeschulen als auch in der Einrichtung fachlich auf hohem Niveau ausgebildet. Im Austausch mit den Ausbildungseinrichtungen wurde jedoch deutlich, dass kulturelle Vielfalt im praktischen Ausbildungsalltag besondere Anforderungen an Kommunikation und Zusammenarbeit stellt. Um die interkulturellen Kompetenzen der Auszubildenden gezielt zu stärken und das Miteinander nachhaltig zu fördern, fand am 21. Juli der Workshop „Kultursensible Kommunikation und Konfliktprävention im Pflegealltag“ statt. Referentin Jasmin Hammon vermittelte den Teilnehmenden in praxisnahen Übungen Strategien für eine wertschätzende Kommunikation und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten. Im Mittelpunkt standen das eigene Rollenverständnis, der Perspektivwechsel sowie die Fähigkeit, Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

„Ich nehme mit, dass wir nicht immer einer Meinung sein müssen. Entscheidend ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und einander zuzuhören“, fasste eine Auszubildende ihre Eindrücke zusammen.

Der Workshop stieß bei den Teilnehmenden auf eine durchweg positive Resonanz. Ziel ist es, dass die erarbeiteten Inhalte nachhaltig in den Arbeitsalltag übernommen werden und so das wertschätzende Miteinander wächst – zwischen den Auszubildenden, den Mitarbeitenden und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorendomizils.

 

Der Workshop wurde mit Mitteln aus dem Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert.