Sie sind hier: Home » ReFashion MINT: Jugendliche entdecken die Zukunft des Textilrecyclings
Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Johanna Tremmel): Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Friedberg mit Klassenleiter Carl Kühl (hinten links) besuchten im Rahmen des Projekts „ReFashion MINT“ das Institut für Textiltechnik Augsburg (ITA) und erhielten von Kerstin Gerritzen vom Umweltcluster Bayern (hinten rechts) spannende Einblicke in nachhaltiges Textilrecycling und moderne Kreislaufwirtschaft.
In Deutschland sortiert jeder Haushalt jährlich rund 31 kg Kleidung, Schuhe und Heimtextilien aus. Insgesamt kommen so etwa eine Million Tonnen Textilien in Altkleidersammlungen zusammen. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Sammelmenge mehr als verdreifacht.
Im Rahmen einer vierteiligen Schulungsreihe besuchten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Friedberg kürzlich das Recyclingatelier in Augsburg, um mehr über nachhaltige Textilproduktion und Kreislaufwirtschaft zu erfahren. Ziel des Projekts ist es, den Jugendlichen Wissen über Ressourcenschonung und nachhaltigen Konsum zu vermitteln sowie gleichzeitig ihre Kompetenzen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften zu Technik (MINT) zu stärken.
Mit Kerstin Gerritzen vom Umweltcluster Bayern starteten die Achtklässler in das erste Modul. Mit Fragen wie: „Was bedeutet Kleidung für Dich persönlich?“ regte sie zum Nachdenken an. Sie erklärte, welche negativen Auswirkungen „Fast Fashion“, also Kleidung, die sehr schnell und günstig produziert wird, auf die Umwelt, die Gesundheit und auch für die Gesellschaft hat. Die Jugendlichen bekamen u. a. die Aufgabe, mögliche Lösungen für diese Herausforderungen zu erarbeiten.
Im zweiten Teil erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch das Institut für Textiltechnik Augsburg (ITA) und bekamen dabei spannende Einblicke in den realen Recyclingprozess. Dabei konnten sie den Weg alter Textilien von der Sortierung über die Aufbereitung bis hin zur Herstellung neuen Recyclinggarns nachvollziehen.
Christoph Klemm vom ITA erläuterte anschaulich die einzelnen Arbeitsschritte und verdeutlichte die Bedeutung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie. Die Jugendlichen zeigten großes Interesse an den innovativen Verfahren und nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen rund um Recycling und Nachhaltigkeit zu stellen.
Johanna Tremmel von der Kommunalen Abfallwirtschaft im Landkreis Aichach-Friedberg freut sich, dass dieses Angebot des Umweltclusters Bayern so rege genutzt wird: „Durch dieses Projekt werden die Schulen bei der Vermittlung wichtiger Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung unterstützt und die Jugendlichen gleichzeitig für technische Berufe begeistert.“
Entwickelt wurde ReFashion MINT vom Umweltcluster Bayern in Kooperation mit dem Institut für Textiltechnik Augsburg (ITA). Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+). Die Projektlaufzeit erstreckt sich von September 2025 bis August 2027.
Der modulare Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 13. Jahrgangsstufe allgemeinbildender Schulen in Bayern. In 11 bis 14 Unterrichtseinheiten erleben die Teilnehmenden hautnah, wie Technik, Naturwissenschaften und KI zur Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung beitragen können. Das Format soll idealerweise als Projektwoche umgesetzt werden – direkt an der Schule und am ITA Augsburg.
ReFashion MINT lässt sich gut mit dem bayerischen Lehrplan vereinen und greift neben MINT zentrale Themen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Digitalisierung, Projektarbeit und ethische Fragestellungen auf.
Wer sich für das Projekt interessiert, wendet sich direkt an das Umweltcluster Bayern: info@umweltcluster.net. Für das laufende als auch für das kommende Schuljahr sind noch Termine frei.
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