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Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März haben die die Gleichstellungsstelle des Landkreises Aichach-Friedberg und die Volkshochschule Aichach-Friedberg zu einer besonderen Filmvorführung ins Cineplex Aichach eingeladen.
Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Gleichstellungsbeauftragter Nicole Matthes gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Jutta Schnitzlein sowie Gaby Mücke von der Volkshochschule. Bereits ab 18 Uhr bot ein Sektempfang Gelegenheit zum Ankommen, Kennenlernen und ersten Austausch. Viele Besucherinnen nutzten zudem die Informations- und Beratungsangebote rund um Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Unterstützungsmöglichkeiten im Landkreis.
In ihrer Begrüßung machte Nicole Matthes deutlich, warum der Weltfrauentag auch heute nichts an Bedeutung verloren hat: „Der 8. März ist kein symbolischer Eintrag im Kalender, sondern unser gemeinsamer Auftrag. Gleichberechtigung ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Frauenrechte sind Menschenrechte.“
Sie erinnerte daran, dass Gleichstellung nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch eine Frage konkreter Lebensrealitäten sei. Noch immer übernehmen Frauen in Deutschland rund 44 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Gleichzeitig verdienen Frauen im Durchschnitt etwa 16 Prozent weniger als Männer, was sich später auch in deutlich niedrigeren Renten niederschlägt und dazu beiträgt, dass Altersarmut überdurchschnittlich häufig Frauen betrifft. Auch in Entscheidungspositionen seien Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. „Wenn wir über Gleichstellung sprechen, sprechen wir über Zeit, über Geld und über Macht“, so Matthes.
Im Mittelpunkt des Abends stand der eindrucksvolle Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“. Er erzählt die Geschichte des historischen Frauenstreiks in Island im Jahr 1975, als rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit niederlegten, nicht kochten, keine Kinder betreuten und damit das öffentliche Leben im Land weitgehend zum Stillstand brachten. Die Aktion ging in die Geschichte ein und trug maßgeblich dazu bei, Island zu einem der weltweit fortschrittlichsten Länder in Fragen der Gleichberechtigung zu machen.
Der Film bewegte viele der Anwesenden – und regte unmittelbar im Anschluss intensive Gespräche an. Besonders faszinierend fanden viele Gäste die Frage, wie es den Frauen damals gelang, ganz ohne soziale Medien, Smartphones oder digitale Vernetzung einen landesweiten Streik zu organisieren. Der Film machte eindrucksvoll deutlich, welche Kraft gemeinsames Handeln und Solidarität auch unter ganz anderen gesellschaftlichen und technischen Bedingungen entfalten können.
Es wurde intensiv diskutiert, ob und wie heute ein landkreisweiter Streik realisierbar wäre und wie Frauen heute im Kleinen Zeichen setzen können, im Alltag, im Beruf oder in der Familie.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass Gleichstellung kein abstraktes Thema ist, sondern viele Menschen bewegt. Noch lange nach dem Film blieben Besucherinnen und Besucher im Foyer des Kinos stehen, tauschten Gedanken aus und knüpften Kontakte.
Termine und Informationen gibt es bei:
Nicole Matthes, Gleichstellungsbeauftragte und Bildungsberaterin, Tel. 08251/92-4865 oder gleichstellung@lra-aic-fdb.de sowie
Jutta Schnitzlein, stellv. Gleichstellungsbeauftragte, Tel. 08251/92-244
Foto von Frank Dominik:
Auf dem Bild von links: Jutta Schnitzlein, stellv. Gleichstellungsbeauftragte, Janet Schumacher (VHS), Gaby Mücke (VHS), Nicole Matthes Gleichstellungsbeauftragte
Am Sonntag ab 18.00 Uhr werden die ersten Hochrechnungen zur Kommunalwahl erwartet.
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