Freistaat fördert Geburtshilfe im Krankenhaus Friedberg

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25. März 2026

Freistaat fördert Geburtshilfe im Krankenhaus Friedberg

947.000 Euro Zuschuss – wichtige Unterstützung für wohnortnahe Versorgung

Das vom Landkreis Aichach-Friedberg für das Wirtschaftsjahr 2024 getragene Gesamtdefizit der Kliniken an der Paar betrug - einschließlich eines Tilgungszuschusses für den Teilneubau in Aichach - rund 9,3 Mio. Euro. Allein auf die Hauptabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus in Friedberg entfielen davon gut 2,3 Mio. Euro.

Für dieses Defizit hat der Freistaat Bayern dem Landkreis mit Bescheid vom 17. Dezember 2025 eine Förderung in Höhe von 947.000 Euro gewährt. Grundlage ist die Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern, die erneut bis Ende 2027 verlängert wurde. Demnach übernimmt der Freistaat 85 Prozent des Defizits einer Geburtshilfeabteilung, maximal jedoch 1 Million Euro. Aufgrund fehlender Haushaltsmittel wurde erstmals eine Quotelung vorgenommen, sodass die bewilligte Zuwendung entsprechend gekürzt wurde und nicht – wie in der Vergangenheit – der Höchstbetrag von 1 Mio. Euro erreicht wird.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte: „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass es für werdende Mütter in ganz Bayern eine wohnortnahe und hochwertige Versorgung mit Geburtshilfe gibt. Deshalb verlängert der Freistaat dieses wichtige Förderprogramm und stellt dafür im Jahr 2025 insgesamt bis zu 28 Mio. Euro zur Verfügung“. Gerlach unterstrich: „Auch mit Blick auf die aktuelle finanzielle Schieflage zahlreicher Krankenhäuser leistet das Geburtshilfe-Förderprogramm einen wichtigen Beitrag. Grund für die wirtschaftlichen Defizite sind vor allem die hohen Betriebskosten, die vom Bund nicht hinreichend an die im Gesundheitswesen besonders hohe Inflations-Belastung angepasst wurden. Ich setze mich weiter dafür ein, dass Defizite nicht dazu führen, dass sehr gut angenommene und für die Versorgung gebrauchte kleine Geburtshilfestationen geschlossen werden müssen.“

Die Förderrichtlinie sieht mehrere Voraussetzungen vor: So muss der Landkreis ganz oder teilweise dem ländlichen Raum gemäß Landesentwicklungsprogramm zugeordnet sein. Zudem müssen im betreffenden Krankenhaus jährlich zwischen 300 und 800 Geburten betreut werden, die zugleich mindestens 50 Prozent der im Landkreis geborenen Kinder ausmachen. Mit 593 Geburten im Jahr 2024 wurden diese Kriterien einmal mehr erfüllt. Seit Beginn des Förderprogramms im Wirtschaftsjahr 2018 summieren sich die Mittel des Freistaats, von denen der Landkreis profitiert – einschließlich der aktuellen Förderung – auf insgesamt rund 6,7 Millionen Euro.

Die Förderrichtlinie umfasst zwei Säulen: Neben dem Defizitausgleich für Geburtshilfeabteilungen (Säule 2) dient Säule 1 der Unterstützung, Stärkung und Sicherung der Hebammenversorgung. Dadurch kann der Landkreis Aichach-Friedberg die Arbeit der Beleghebammen am Krankenhaus Friedberg finanziell fördern. Ziel ist es, die Versorgung langfristig zu sichern.

Darüber hinaus werden aus den Fördermitteln auch die Mietkosten für das 2021 eröffnete Geburtshaus in Aichach bezuschusst.

 

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