für Gartenkultur und Landespflege
Bild: Stefan Gerstorfer
Ziel der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege ist es, ein zukunftsfähiges Verständnis in der Bevölkerung zu entwickeln, das Natur als Kulturaufgabe anerkennt und Umweltqualitäten als fundamentalen Wert in Entscheidungsprozesse und Umsetzungen integriert.
Das Bedürfnis des Menschen auf Erholung im Grünen und auf ein angenehmes Wohnumfeld ist es, das fachlicher Unterstützung bei der behutsamen Weiterentwicklung der heimatlichen Landschaft mit den eingebetteten Dörfern und Städten bedarf, um diese in gutem Zustand an die nächste Generation weitergeben zu können.
Es gilt, Orts- und Landschaftsbild wie auch Wohn- und Lebensqualität identitätsstiftend und ästhetische Qualitäten gleichsam stützend zu bewahren, zu pflegen und weiterzuentwickeln.
Sowohl den Organisationen der Gartenkultur und Landespflege als auch den Multiplikatoren und Entscheidungsträgern werden im Rahmen der Kreisfachberatung gestalterische, technische und ökologische Wege für einen (umweltgüter-) schonenden und nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen vermittelt. Das Bewusstsein für landschaftliche Qualitäten und deren Verletzlichkeit wird sensibilisiert, das Verständnis und die Mitarbeit für eine gesunde Umwelt und eine intakte Natur gefördert und die Gestaltung und Pflege eines naturnahen Wohnumfeldes gestärkt.
Die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Wittelsbacher Land unterstützt bürgerschaftliches Engagement zur Förderung von Landschaft, Siedlung und Heimat als unverwechselbare Qualitätsmerkmale.
Bürgerschaftsprojekt „Wittelsbacher Land blüht und summt“
Foto: © Landratsamt Aichach-Friedberg
Wir Bürger engagieren uns!
Artenvielfalt ist für Sie ein wichtiges Thema? Sie wollen nachhaltige Entwicklung im Landkreis mit anderen engagierten Menschen aktiv gestalten?
Dann informieren Sie sich auf unserer LANDKREISKARTE zu Projekten im Bereich Artenvielfalt und Biodiversität, oder stellen Sie direkt Ihr eigenes Projekt mit diesem STECKBRIEF vor.
Bildautor Ingrid Völker, www.naturverrueckt.de
Artenvielfalt im besiedelten Bereich
der naturnahe Garten und das naturnahe öffentliche Grün
Wie muss ein Garten, wie müssen Grünflächen gestaltet sein, damit sie ein Eldorado für kleine Nützlinge sein können?
Meisen versus EPS – Vögel als Fressfeinde in der natürlichen Schädlingsbekämpfung
In mehreren Kommunen wurden durch die Förderung von Meisen Erfolge bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beobachtet – Studien fehlen, aber einen Versuch ist es aus unserer Sicht allemal wert.
Helfen Sie mit und werden Sie Nistkasten-Schreiner
Warum? Wie? Wo? Mit wem?
Helfen Sie den fleißigen Schädlingsbekämpfern und stellen Sie geeigneten Wohnraum (und Lebensraum) zur Verfügung!
Allein, oder noch besser in der Gruppe: Gemeinsam Nistkästen bauen macht Spaß und geht quasi kinderleicht. Nutzen Sie die Aktion für Ihre Jugendarbeit – natürlich ganz Corona-konform im Freien.
Suchen Sie die Kooperation mit den ortsansässigen Hobby-/Schreiner:innen. Handwerklich begabte Mitbürger gibt es in jeder örtlichen Gemeinschaft.
Gehen Sie mit Ihrer Klassengruppe auf Sponsorensuche – eventuell hat der örtliche Baumarkt ein offenes Ohr für Ihre geplante Aktion und kann mit einer Holzspende behilflich sein? Vielleicht kann aber auch über kleine Spenden das notwendige Bauholz finanziert werden?
- Bauanleitung für den Meisennistkasten
- Nistkästen richtig anbringen – Sinnvoll ist eine vorherige Abstimmung mit den zuständigen unteren Sicherheitsbehörden in den Kommunen vor Ort. Hängen Sie in sensiblen Bereichen (z. B. Gesundheitseinrichtung, Schule, Kindergarten, Pflegeeinrichtung) die Kästen nicht in die potentiell vom EPS befallenen Eichen, sondern in die Nachbarbäume – eine notwendige Bekämpfung aus Biozidrecht heraus muss möglich bleiben.
- Warum sind Nistkästen so wichtig?
- Nistkästen alleine reichen nicht – der Lebensraum muss passen:
- Tipps zur Nistkasten-Pflege
- Welches Material sie Vögeln für Nestbau und Polsterung anbieten können
- Welcher Vogel mag welches Futter?
Eine Bitte zum Schluss: Wir möchten Ihr lobenswertes Engagement als gutes Beispiel für andere Interessierte auf unserer LANDKREISKARTE präsentieren. Füllen Sie dazu unseren STECKBRIEF aus und vergessen Sie nicht, tolle Bilder zu machen!
Hier treffen Sie Mitstreiter
AK BIODIVERSITÄT FORUM ZUKUNFT
Der offene und selbstorganisierte Arbeitskreis Biodiversität bietet Ihnen die Möglichkeit zum direkten Austausch mit aktiven Mitgestaltern der nachhaltigen Entwicklung in unserem Landkreis und trifft sich ca. einmal jährlich.
Kontakt: Dr. Wolfhard von Thienen
Bildautor Benedikt Frommer
FORUM ZUKUNFT
Die Initiative entstand auf dem jährlich stattfindenden FORUM ZUKUNFT in Schloss Blumenthal.
Der letzte Termin war die „FutureFair by Forum Zukunft – Ja-Markt für Zukunft“ am Sonntag, 29. Juni 2025 von 10.00 Uhr bis 17:00 Uhr
im Aichacher Stadtgarten
Bitte beachten Sie von Zeit zu Zeit die Meldungen hierzu auf der Internetseite Forum Zukunft
Wir Bürger engagieren uns
Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist ein Anliegen der gesamten Menschheit
Kofi Anan
Welche Rolle spielt die Artenvielfalt für den Menschen und für uns als Gesellschaft?
Wie beeinflusst Sie unser Leben auf diesem Planeten?
Biodiversität, sprich biologische Vielfalt ist ein wichtiger Faktor der Stabilität unserer Ressourcen im Naturraum. Sie ist Voraussetzung für Erholung in der Natur und sichert auf vielfältige Weise unsere Lebensgrundlage.
Neben ökologischen Gründen sprechen auch soziale, kulturelle und ethische Gründe für den Erhalt der Artenvielfalt. Sie sichert nicht zuletzt genetische Ressourcen und dient so auch Wissenschaft und Forschung.
Wenn auch Sie etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun wollen, dann werden Sie Teil einer Bewegung, die unseren Landkreis zum Summen und Blühen bringen will. Holen Sie sich hier Ideen ab, lassen Sie sich von erfolgreichen Projekten im Landkreis inspirieren und stellen Sie Ihr eigenes wertvolles „Tun“ den Mitmenschen als Anregung vor. Tragen Sie dazu bei, dass viele kleine Beiträge eine bunte und artenreiche Landkreiskarte entstehen lassen.
Sollten Sie fachliche Beratung benötigen und z.B. wissen wollen, wie man am besten eine Fläche in Ihrer Gemeinde zum Blühen bringt oder welche Gehölze als Nahrungsquelle für Vögel geeignet sind, dann wenden Sie sich gerne an die Netzwerkstelle Manuela Riepold
Streuobst im Wittelsbacher Land
Aktion Streuobst – Wichtige QR Codes
Sortenerhaltungsgarten Kreisgut Aichach
Qualifizierte Obstbaumpflegende im Landkreis Aichach-Friedberg
Empfehlenswerte Apfel- und Birnensorten für Schwaben
Erfassung und Erhaltung alter Apfel- und Birnensorten im nördlichen Schwaben:
Übersichtskarte zu allen kartierten Obstbäumen
Zentrale Kernobstsortenerhaltung in Schwaben (Schlachters)
Abschlussveranstaltung – Vortrag des Pomologen Hans-Thomas Bosch
Abschlussbericht Kartierung Nordschwaben 2016-2019
Streuobsterfassung Projektflyer
Ergebnisse aus früheren Kartierungen in Schwaben:
Vor mehr als 200 Jahren waren allein in Bayern über 1500 Apfel- und Birnensorten verbreitet. Davon befinden sich 30 – 40 Sorten im Handel; 20 haben eine wirtschaftliche Bedeutung; im Einzelhandel sind es lediglich noch fünf bis sechs Sorten. 1868 werden für Schwaben u.a. Apfelsorten wie Sommerrabau und Winterquittenapfel oder Birnensorten wie Colomas Herbstbutterbirne und Wildling von Motte empfohlen. Sorten, die heute als verschollen gelten oder stark gefährdet sind.
Unter der Federführung des Monheimer Alb – AltmühlJura e. V. haben die Landkreise Neu-Ulm, Teile des Landkreises Augsburg, der gesamte Landkreis Donau-Ries und der Landkreis Aichach-Friedberg die Streuobsterfassung in Schwaben komplettiert. Unterstützt wurden sie dabei durch Mittel aus dem Programm „LEADER“, die den Regionen über die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGn) wie z.B. dem Wittelsbacher Land Verein zur Verfügung gestellt werden. In den Allgäuer Landkreisen, im Landkreis Lindau, Günzburg und Dillingen ist diese Erfassung in den vergangenen Jahren schon durchgeführt worden.
Die Streuobstbestände mit ihren zahlreichen alten Apfel- und Birnensorten sind Teil unserer Kulturlandschaft. Diese Sortenvielfalt ist ein bedeutendes genetisches Erbe. Ohne unser Engagement kann sie nicht überdauern. Denn alte Sorten sind erhaltenswert. Sie nutzen uns auch heute noch: in der Züchtung, bei der Verwertung oder beim naturschonenden Anbau. So wurde gleich zu Beginn dieses Projekts die verschollene Apfelsorte Henzens Parmäne wieder entdeckt. Nur durch eine Suche in den Beständen der Region können vergessene Sorten wieder aufgefunden und für die Zukunft genutzt werden.
Die gefährdetsten regionaltypischen Kernobstsorten werden im Rahmen von Folgeprojekten zentral in der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters und dezentral im Sortenerhaltunggarten im ehemaligen Kreisgut Aichach erhalten.
Für weitere Informationen melden Sie sich gerne bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege, Manuela Riepold
Verwertung von Mähgut aus Straßenbegleitgrün
Fotograf: Gerhard Hetz LWG
Kreisfachberaterin Manuela Riepold, Projektkoordinator Lennart Dittmer von der LWG und Bauhofleiter Christoph Finkenzeller beim ersten Test der autonomen Pflegegeräte in Sielenbach
Hier erhalten Sie wertvolle Informationen:
Projektlink zur Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim
Mähgutverwertung in Kommunen – Eine Chance für Artenschutz und regionale Wertschöpfung
Warum verschwinden immer mehr Arten aus unseren Lebensräumen? Was den Autofahrer erst einmal freut, weil er nicht mehr regelmäßig seine Windschutzscheibe von Insekten reinigen muss, stört den interessierten Spaziergänger, der noch vor ein paar Jahren an blühenden Wegrändern entlang spazieren ging. Heute findet er vor allem Gras, Brennnesseln und Disteln vor.
Die Ursachen für diese Veränderung sind vielfältig, das Problem ist erkannt und Lösungsansätze haben bereits Einzug in diverse Gesetzestexte gehalten. Vielerorts werden bereits ökologische Pflegeregimes auf kommunalen Grünflächen etabliert. Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es für die Kreisstraßen bereits seit 2022 ein Pflegekonzept, das vom kreiseigenen Bauhof Schritt für Schritt umgesetzt wird. Das größte Hindernis stellt die Verwertung des anfallenden Mähgutes dar. Hohe Kosten dafür und fehlende Personalkapazitäten verhindern vielerorts die so dringend nötige Umstellung auf die insektenschonende Pflege.
Ein zweijähriges wissenschaftliches Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) unterstützt nun die Gemeinde Sielenbach auf ihrem Weg zur Mähgutverwertung. Die finanziellen Mittel wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus bereitgestellt.
Im Projekt werden Flächen der Gemeinde Sielenbach mit modernen fernsteuerbaren Raupengeräteträgern gemäht und deren Wirtschaftlichkeit beurteilt. Von Vorteil ist, dass lokal ansässige Landwirte z. B. über die Tierhaltung, die Biogasproduktion, die Kompostierung oder die Pelletherstellung einbezogen werden können. Zusätzlich besteht für Landwirte die Möglichkeit als Nebenerwerb bei der Pflege zu unterstützen und Bauhöfe zu entlasten.
Neben den Wissenschaftlern der LWG beteiligen sich der örtliche Bauhof, die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes Aichach-Friedberg, der örtliche Landschaftspflegeverband sowie die bayerische Wildlebensraumberaterin für das öffentliche Grün am Projekt. Damit sollen Lösungsansätze eine Strahlkraft entwickeln und Sielenbach als Vorzeigegemeinde in der Region etablieren.
Kulturspuren in der Landschaft
Definition „Kulturspur“
Der Begriff „Kulturspur“ bezeichnet in der heutigen Landschaft erhaltene Elemente ehemaliger Landwirtschaft, der Baukultur, des Verkehrswesens oder des Gesellschaftslebens sowie alte gewerbliche Nutzungsformen. Diese, noch heute in der Landschaft ablesbaren Spuren, sind Teil unserer Geschichte, zeugen vom Leben und Wirken unserer Vorfahren. Das Gebiet des heutigen Landkreises Aichach-Friedberg weist sowohl eine lange Besiedelungsgeschichte, als auch eine weit über 1000 Jahre zurückreichende landwirtschaftliche Tradition auf. Die Eigenart der Landschaft, die sich in gebietsspezifischen Landschaftsbestandteilen und -elementen widerspiegelt, kennzeichnet unsere Heimat.
Projekt „Kulturspuren in der Landschaft“
Mit dem Projekt „Kulturspuren in der Landschaft“ wurden die historischen Kulturlandschaftselemente sowie das kulturhistorisch bedeutsame Potential der Landschaft im Wittelsbacher Land erfasst und aufbereitet. Es fördert durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landkreises die Identität und Identifikation der Landkreisbürger mit ihrer Region.
Kulturlandschaftsforum Bayern
Seit 2021 hat der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. die Trägerschaft einer digitalen Kulturlandschaftsdatenbank übernommen, mit der Geografie und Geschichte der Landschaft über historische Kulturlandschaftselemente abgebildet werden können – auch diejenigen aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Die Web-GIS-Anwendung ist in den zurückliegenden drei Jahren im Rahmen des Heimat-Digital-Regional-Projektes „Kulturlandschaftsforum Bayern – Aufbau einer digitalen Ehrenamtsplattform“ fortentwickelt und in einen neuen Internetauftritt eingebunden worden.
Werden Sie Teil des Kulturlandschaftsforums und aktiver Kulturspurenerfasser. Details dazu finden Sie unten stehend auf der Homepage des Forums und im Vortrag von Dr. Thomas Büttner zum Auftakt im Wittelsbacher Land
Hinweis:
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
WETTBEWERB
PFLANZENSCHUTZ UND KALAMITÄTEN
VERANSTALTUNGEN